"niiu" reloaded: News-App startet am 2. April mit mehr als 20 Titeln

 

Wanja S. Oberhof und Hendrik Tiedemann (Foto v.r.) haben in Berlin ihre News-App "niiu" präsentiert. Wem Zeitungsstapel ein Graus und Angebote wie "Flipboard" zu viel Schischi sind, der könnte mit "niiu" den passenden Wegweiser durch die Nachrichtenflut finden. Die schnörkellose iPad-App kann vom 2. April an kostenlos im App Store heruntergeladen werden.

Wanja S. Oberhof und Hendrik Tiedemann (Foto v.r.) haben in Berlin ihre News-App "niiu" präsentiert. Wem Zeitungsstapel ein Graus und Angebote wie "Flipboard" zu viel Schischi sind, der könnte mit "niiu" den passenden Wegweiser durch die Nachrichtenflut finden. Die schnörkellose iPad-App kann vom 2. April an kostenlos im App Store heruntergeladen werden.

Für 12,99 Euro im Monat kann der iPad-Nutzer aus mehr als 20 tagesaktuellen Titeln bis zu zehn Themenbereiche auswählen, aus denen ihm die neuesten Nachrichten in die App geladen werden. Mit dabei sind sämtliche Tageszeitungen der Axel Springer AG (u.a. "Hamburger Abendblatt", "Berliner Morgenpost", "BZ", "Welt", "Bild"), der "Tagesspiegel", die "Neue Zürcher Zeitung", "Neues Deutschland", "The European", aber auch "OK!" und "Grazia" sowie die Titel der IDG Communications Media AG (u.a. "PC Welt" und "Mac Welt").

Auch Online-Inhalte erhältlich

Die Verlage liefern ihre Inhalte an das 12-köpfige "niiu"-Team, das sie in die der App eigene Benutzeroberfläche überführt. Als Basis dienen dabei die Print-Inhalte der jeweiligen Medien. Einige Verlage stellen aber auch digitale Inhalte für die Verbreitung via "niiu" zur Verfügung.

In den ersten sieben Tagen ist die Nutzung der App kostenlos. Dann wird ein Abo fällig. Außer als Monatsabo kann "niiu" auch sechs Monate lang für 64,99 Euro oder ein Jahr lang für 119,99 Euro bezogen werden. Über eine Kooperation mit der Targobank und Gravis gibt es das "niiu"-Abo auch als Bundle zusammen mit einem iPad mini oder einem iPad 4.

Nicht vom LSR betroffen

Anders als andere News-Aggregatoren ist "niiu" nicht von dem am Freitag vom Bundesrat verabschiedeten Leistungsschutzrecht betroffen (kress.de vom 22. März 2013). Oberhof und Tiedemann haben mit sämtlichen in "niiu" präsenten Verlagen direkte Lizenzverträge abgeschlossen. Je nach Nutzung der einzelnen Inhalte, werden die Verlage an den Vertriebs- und Werbeerlösen beteiligt, die "niiu" generiert.

Geplant: stärkere Social-Media-Einbindung

Als nächsten Schritt planen Oberhof und Tiedemann die stärkere Einbindung von Social Media. Bislang gibt es nur eine Share-Funktion zu Facebook und Twitter und einen Versand der App-Inhalte per E-Mail. Außerdem soll das Angebot um eine Suchfunktion und zusätzliche Filterfunktionen (z.B. nach Autoren oder Unternehmen) erweitert werden.

Oberhof und Tiedemann waren im Januar 2011 nach fast drei Jahren Laufzeit mit ihrem Versuch gescheitert, "niiu" als individuelle gedruckte Tageszeitung in Berlin zu etablieren (kress.de vom 20. Januar 2011). Gründe waren damals v.a. Fehler im Druckprozess und in der Logistik. Bei "niiu" als App dürften sich zumindest diese Risiken minimiert haben. Die technische Entwicklung hat die App-Agentur Sander und Spak übernommen, deren Gründer Janosch Sander und Marek L. Spak als Co-Gründer bei "niiu" miteingestiegen sind. Ursprünglich hätte die App bereits Ende 2012 an den Start gehen sollen (kress.de vom 7. Dezember 2012).

Ihre Kommentare
Kopf
Coskun (Josh) Tuna

Coskun Tuna

yeew GmbH
Gesellschafter Geschäftsführer

25.03.2013
!

Wer braucht sowas?


Klaus-Rikus

26.03.2013
!

Habe mir die App mal runter geladen und ich finde den Mehrwert schon spannend. 30 Tage sind ja gratis und sollten zeigen ob diese neue App einen dauerhaften Nutzen bringt. Gut aussehen und funktionieren tu Sie ja.


Chris

26.03.2013
!

Wieso sollte man also von den kostenlosen Konkurrenten wie feedly, currents oder Flipboard zu niiu wechseln?

Die Frage ist auch ob Verlagsgesteuerte Inhalte und Tageszeitungen beim Nutzer besser ankommen als vom Nutzer selbst ausgewählte Nachrichtenquellen.

Will man aber wirklich die Tageszeitungen in einem Reader lesen könnte das Leistungsschutzrecht hier eine Schranke sein. das LSR wird könnte dann also zur Bedingung für einen Erfolg von Niiu werden. Erbärmliches Geschäftsmodell.


X

Kommentar als bedenklich melden

 
×

Bestätigung

Dieser Kommentar wurde erfolgreich gepetzt.

×

Oooooooooops

Beim Petzen trat ein Fehler auf. Versuchen Sie es bitte noch einmal.

Weitere Beiträge zu diesem Thema
Inhalt konnte nicht geladen werden.