Findungskommission favorisiert externe Kandidaten: Giovanni di Lorenzo will nicht WDR-Intendant werden

 

Die Zeit läuft: Bis zum Sommer will der WDR die Nachfolge von Noch-Intendantin Monika Piel geregelt haben. Nun muss der öffentlich-rechtliche Sender aber einen ersten Rückschlag hinnehmen: Der von vielen für den Posten favorisierte "Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo sagte der Findungskommission ab. Das berichtet der "Spiegel". 

Die Zeit läuft: Bis zum Sommer will der WDR die Nachfolge von Noch-Intendantin Monika Piel geregelt haben (kress.de vom 28. Januar 2013). Nun muss der öffentlich-rechtliche Sender aber einen ersten Rückschlag hinnehmen: Der von vielen für den Posten favorisierte "Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo sagte der Findungskommission ab. Das berichtet der "Spiegel"

Die Aufgabe sei für ihn zwar reizvoll, aber er habe sich gerade für weitere fünf Jahre an seinen Verlag gebunden. Giovanni di Lorenzo war laut "Spiegel" vor allem für die Rundfunkratsmitglieder ohne parteipolitische Bindung der geeignetste Kandidat. Die Mitglieder dieser Gruppe favorisieren nach Informationen des Nachrichtenmagazins generell einen externen Kandidaten. 

Aus Rundfunkratskreisen war zu erfahren, dass interne Bewerber erst einmal zurückgestellt worden seien. Damit verringern sich auch die Chancen, dass WDR-Chefredakteur Jörg Schönenborn die Nachfolge von Monika Piel antritt. Aber auch Konstantin Neven DuMont (kress.de vom 8. März 2013) hat schlechte Karten. "Für das Amt des WDR-Intendanten bewirbt man sich nicht, man wird gefragt", zitiert der "Spiegel" eine nicht näher genannte Person aus der Findungskommission. Mit dem Verlegersohn hatten sich noch mehr als 30 andere Personen beworben.

Monika Piel erklärte Ende Januar überraschend ihren Rücktritt als WDR-Intendantin. Sie war ursprünglich 2012 für weitere sechs Jahre gewählt worden. Kurze Zeit später erklärte Piel, sie habe "nach reiflicher Überlegung auf den Arzt gehört"

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Hans-Dieter Weber

30.03.2013
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"Für das Amt des WDR-Intendanten bewirbt man sich nicht, man wird gefragt", zitiert der "Spiegel" eine nicht näher genannte Person aus der Findungskommission.

Vielleicht kann der "Spiegel" oder die anonyme Findungskommissionsperson auch erklären, weshalb es dann überhaupt eine öffentliche Ausschreibung geben hat? Mit 30 Bewerber(inne)n? Sollte das etwa eine reine Showveranstaltung gewesen sein?


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