Aus nach sechs Jahren: Vert Capital macht SchülerVZ dicht

09.04.2013
 

Die Macher von schülerVZ haben am Montagabend das Aus des sozialen Netzwerks bekanntgegeben: "Wir machen's kurz. Es ist vorbei. schülerVZ wird am 30. April geschlossen. Für immer." Holtzbrinck Digital hatte sich im vergangenen September beim Verkauf von studiVZ, meinVZ und schülerVZ an die Investmentgesellschaft Vert Capital Corp. die Option gesichert, schülerVZ zu nutzen.

Die Macher von schülerVZ haben am Montagabend das Aus des sozialen Netzwerks bekanntgegeben: "Wir machen's kurz. Es ist vorbei. schülerVZ wird am 30. April geschlossen. Für immer." Holtzbrinck Digital hatte sich im vergangenen September beim Verkauf von studiVZmeinVZ und schülerVZ an die Investmentgesellschaft Vert Capital Corp. die Option gesichert, schülerVZ zu nutzen.

schülerVZ war einst das erfolgreichste soziale Netzwerk für Jugendliche zwischen 10 und 21 Jahren aus Deutschland, zuletzt sollen noch rund 200.000 Nutzer sich auf den digitalen Fluren getummelt haben. 

Die Einstellung der im Jahr 2007 gestarteten Online-Plattform überrascht Martin Weigert von "netzwertig.com", "weil schülerVZ von den drei Netzwerken bisher als das einzige mit noch einigermaßen nennenswerter Nutzeraktivität galt". 

Der Grund für das Aus ist unklar. Auf "Spiegel Online" heißt es, dass man nur vermuten könne, dass die Betreuung des Minderjährigen Netzwerks sich vergleichsweise arbeitsintensiv gestalte. "SpOn" verweist auf einen Bericht von 1Live, demzufolge auf SchülerVZ ein "regelrechtes Paralleluniversum aus gefälschten Profilen" entstanden sei. 

Viele der von der schülerz-VZ-Einstellung Betroffenen hätten bereits einen Account bei den ebenfalls zur Firma gehörenden StudiVZ und MeinVZ, so Vert Capital gegenüber "Spiegel Online". Rund eine Million Nutzer sollen nach Angaben der Betreiberfirma Poolworks auf StudiVZ und MeinVZ aktiv sein. 

"Fotobuch" Bildervz.net gestartet

In den kommenden Wochen will Poolworks-Chef Joseph Nejman neue Angebote für die beiden verbliebenen Netzwerke präsentieren. Gegenüber "Bild.de" sagte er: "Wir fokussieren uns darauf, ergänzende Apps für die Plattformen zu entwickeln". Mit dieser Strategie wolle er die Plattformen öffnen. 

In der vergangenen Woche hat das VZ-Team die Seite Bildervz.net online gestellt. Eine Fotobuchseite auf der Nutzer ihrer Bilder hochladen und teilen können. Ein Login ist mit dem VZ- und dem Facebook-Account möglich. Bislang war es nicht möglich, auf den VZ-Netzwerken hochgeladene Bilder außerhalb der Plattform zu teilen. Weitere Anwendungen seien in Planung, so Nejman, der gleichzeitig ankündigt, die Nutzerzahl "im Sommer auf 1,5 bis 2 Mio einzelne Nutzer pro Monat" zu steigern "oder mindestens stabil" zu halten.

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