"Keine wirtschaftliche Perspektive": Spiegel stellt deutschsprachigen "New Scientist" ein

11.04.2013
 

Der deutschsprachige "New Scientist" wird am 31. Mai 2013 zum letzten Mal erscheinen. Dies gab der Spiegel Verlag bekannt. Die Lizenzausgabe des gleichnamigen renommierten britischen Wissenschaftsmagazins wird seit November 2012 von der New Scientist Deutschland GmbH herausgegeben, einer 100-prozentigen Spiegel-Tochter.

Der deutschsprachige "New Scientist" wird am 31. Mai 2013 zum letzten Mal erscheinen. Dies gab der Spiegel Verlag am Donnerstag bekannt. Die Lizenzausgabe des gleichnamigen renommierten britischen Wissenschaftsmagazins wird seit November 2012 von der New Scientist Deutschland GmbH herausgegeben, einer 100-prozentigen Tochter des Spiegel Verlags. 55.000 Exemplare wurden zum Start gedruckt.

"Das publizistische Konzept wurde im deutschen Markt nicht ausreichend angenommen. Wir sehen keine hinreichende wirtschaftliche Perspektive für unseren Titel und müssen den New Scientist leider einstellen", so die Begründung von Michael Plasse, Geschäftsführer der New Scientist Deutschland GmbH. "Wir bedauern die Entscheidung sehr und danken allen Mitarbeitern in Redaktion, Dokumentation und Verlag für ihr großes Engagement." "New Scientist"-Chefredakteur Lothar Kuhn führt ein 15-köpfiges Team.

kress kam in seinem Check zu folgendem Urteil:

Die erste deutsche Ausgabe des "New Scientist" ist ein ordentlich gemachtes Heft mit lesenswerten Beiträgen, das seine 2 Euro wert ist. Allerdings müssen Kuhn und seine Mannschaft bei Bildsprache und Tonalität - der britische Humor des Originals ist unnachahmlich - noch mächtig nachlegen, wenn dies auch nach der Einführungsphase noch gelten soll. Dann wird das Heft nämlich stolze 4,50 Euro kosten.

Der britische "New Scientist" erscheint seit 1956 und gehört zum Verlag Reed Business Information, einem Tochterunternehmen des Medienkonzerns Reed Elsevier mit Sitz in London. Die durchschnittliche verkaufte Auflage liegt laut Spiegel-Verlag bei 137.600 Exemplaren. Weitere fremdsprachige Lizenzausgaben gibt es in Russland und Frankreich.

Ihre Kommentare
Kopf

Medienmann

11.04.2013
!

Als ich das Ding zum erstenmal in der Hand hatte, dachte ich zuerst, es sei eine kostenlose Leseprobe (Tabloid-Format, keine Klebebindung, wenig Seiten).
Erst an der Ausgangstür der Tankstelle bemerkte ich, dass die "Lesprobe" stolze 4,50€ kosten soll. Also schnell wieder zurück ins Regal gelegt.

Wer so seine Leser für dumm verkaufen will, hat das Scheitern verdient.


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