Bertelsmann und Springer springen ab: Bei Scout24 sollen laut "mm" Finanzinvestoren einsteigen

18.04.2013
 

Bei Scout24, dem zum Verkauf stehenden Web-Portal der Deutschen Telekom, wird ein Einstieg von Finanzinvestoren immer wahrscheinlicher. Dies berichtet das "manager magazin" in seiner neuen Ausgabe (Erscheinungstermin: 19. April). Die Autoren Astrid Maier und Klaus Boldt führen das darauf zurück,

Bei Scout24, dem zum Verkauf stehenden Web-Portal der Deutschen Telekom, wird ein Einstieg von Finanzinvestoren immer wahrscheinlicher. Dies berichtet das "manager magazin" in seiner neuen Ausgabe (Erscheinungstermin: 19. April). Die Autoren Astrid Maier und Klaus Boldt führen das darauf zurück, dass sich Medien-Häuser wie Bertelsmann und Axel Springer "weitgehend aus dem Verkaufsprozess zurückgezogen haben".

Im Dezember hatte die Telekom erklärt, dass sie einen Verkauf von Scout24 erwägt, unter dessen Dach sich Angebote wie ImmobilenScout24,
AutoScout24 oder JobScout24 tummeln.

Telekom soll 2 Mrd Euro für Scout24 verlangen

Laut "mm" soll Bertelsmann-Chef Thomas Rabe persönlich mit Telekom-CEO René Obermann verhandelt haben, doch Rabe soll die Verhandlungen jüngst abgebrochen haben. Grund seien die Preisvorstellungen der Telekom: Rund zwei Milliarden Euro verlange Telekom-Finanzchef Timotheus Höttges, schreibt das "manager magazin". Der Kaufpreis soll das 25-fache des Jahresgewinns entsprechen. Das "mm" schätzt, dass Scout24 zuletzt 350 Mio Euro umgesetzt hat, bei einem Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 80 Mio Euro. Diesen "Aufschlag" wollen Bertelsmann, Springer & Co. angeblich nicht bezahlen.

Erst aufräumen, dann verkaufen

Damit werde ein Teilverkauf an einen Finanzinvestor immer wahrscheinlicher. Das Szenario soll in Bonn Fürsprecher haben, wo "man sich gut einen Partner vorstellen könne, der 25 Prozent der Anteile übernähme", schreibt das manager magazin weiter. Der Bonner Konzern erwäge zudem, die Scout-Gruppe zuerst gemeinsam mit dem neuen Minderheitseigner aufzuräumen - und die Tochter erst in einem zweiten Schritt und zu einem späteren Zeitpunkt komplett zu verkaufen.

Ein Telekom-Sprecher wollte sich zu Details nicht äußern und teilte lediglich mit, der Prozess laufe noch.

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