110 Arbeitsplätze auf der Kippe: Bremer Tageszeitungen AG plant offenbar Stellenabbau

24.04.2013
 

Bei der Bremer Tageszeitungen AG, die "Weser-Kurier" und "Bremer Nachrichten" herausgibt, steht  offenbar ein massiver Personalabbau an. Im Anschluss an eine Betriebsversammlung vom Dienstag sei aus Belegschaftskreisen verlautet, dass in Kürze mindestens zwei Abteilungen geschlossen werden sollen, so der Landesverband Bremen des DJV. 

Bei der Bremer Tageszeitungen AG, die "Weser-Kurier" und "Bremer Nachrichten" herausgibt, steht  offenbar ein massiver Personalabbau an. Im Anschluss an eine Betriebsversammlung vom Dienstag sei aus Belegschaftskreisen verlautet, dass in Kürze mindestens zwei Abteilungen geschlossen werden sollen, so der Landesverband Bremen des DJV

Circa 110 Arbeitsplätze sollen den Informationen des DJV Bremen zufolge abgebaut werden: "Darunter komplett im BTS und in der Druckvorstufe, aber auch in der Redaktion, im Druckhaus und in anderen Abteilungen." Von den derzeit noch knapp 100 Redakteurinnen und Redakteuren bei der BTAG könnten den Angaben zufolge auch "bis zu 20 Kolleginnen und Kollegen betroffen" sein. Diese sollen offenbar "nach Vorstellung des BTAG-Vorstands über freiwillige Vereinbarungen ausscheiden".

"Berichterstattung an Dienstleister PDN fremdvergeben"

Bereits zum 30. April dieses Jahres werde die BTAG die Berichterstattung der Regionalausgaben "Achimer Kurier" und "Verdener Nachrichten" an den Dienstleister Pressedienst Nord GmbH (PDN) fremdvergeben, die derzeit in Achim und Verden tätigen BTAG- Redakteurinnen und -Redakteure abziehen und auf andere Redaktionen verteilen, heißt es beim DJV Bremen.

Zuvor waren schon die BTAG-Regionalredaktionen des "Delmenhorster Kuriers", der "Regionalen Rundschau" (Brinkum) und des "Syker Kuriers" an den Dienstleister PDN vergeben worden. Dieser bezahle seine Redakteure weit unter dem gültigen Tarifvertrag für Tageszeitungsredakteure, beklagt der DJV Bremen. Man sei entsetzt und werde sich nun bemühen, in Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat der Bremer Tageszeitungen AG die Interessen der Kolleginnen und Kollegen in der Redaktion angemessen zu vertreten. 

Ihre Kommentare
Kopf

Düsselbarsch

24.04.2013
!

Das Vorgehen überrascht nicht. Schon in der Vergangenheit warteten sog. Verlagsmanager gerne, bis irgendwelche Leitwölfe den Anfang gemacht hatten.

Dann meint man getrost, sozusagen in deren Windschatten, die Arbeitsplatz-Vernichtung im eigenen Haus angehen zu können.

Die Taktik ist so unkreativ wie feige.


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