Platz für "anspruchsvolle und jüngere Formate": BR-Rundfunkrat für drei statt fünf ARD-Talks

 

Zwei sollen dran glauben: Bereits Anfang März hatte sich Ulrich Wilhelm, Intendant des Bayerischen Rundfunks (BR) für weniger ARD-Talks ausgesprochen. Jetzt haben sich auch die Rundfunkräte des BR geäußert: Sie begrüßen die Überlegungen der ARD-Intendanten, ab 2014 weniger Talk-Formate im Ersten zu zeigen.

Zwei sollen dran glauben: Bereits Anfang März hatte sich Ulrich Wilhelm, Intendant des Bayerischen Rundfunks (BR) für weniger ARD-Talks ausgesprochen. Jetzt haben sich auch die Rundfunkräte des BR geäußert: Sie begrüßen die Überlegungen der ARD-Intendanten, ab 2014 weniger Talk-Formate im Ersten zu zeigen. Angesichts von Überschneidungen bei Themen und Teilnehmern sowie dramaturgisch vergleichbaren Sendungskonzepten könne man mit drei statt fünf Talk-Formaten pro Woche sowie dem "Presseclub" alle tagesaktuellen Ereignisse abdecken, so der BR.

Dabei blieben immer noch ausreichend Spielräume, um darüber hinausreichende Themenakzente zu setzen. Für die verbleibenden Talk-Formate sei eine deutlich schärfere Profilbildung möglich.

Die frei werdenden Sendeplätze sollten nach Ansicht des BR-Rundfunkrats im Sinne der Programmvielfalt vorrangig dafür genutzt werden, "anspruchsvolle neue und jüngere Formate sowie Genrefarben zu entwickeln", die im Programm des Ersten bislang unterrepräsentiert sind (z.B. Kabarett, junge Serie, Satire, Reportagen/Zeitgeschichte, Dokumentarfilm).  

Außerdem spricht sich der BR dafür aus, qualitativ hochwertige journalistische und fiktionale Angebote des Ersten, die bislang weitgehend erst am späten Abend gesendet werden, im Programm deutlich nach vorne zu ziehen (z. B. Kultur, Wissen, Dokumentationen, Kinokoproduktionen).

Hintergrund: ARD-Programmdirektor Volker Herres ist angeblich auch für eine Reduzierung der Talk-Formate (kress.de vom 28. Oktober 2012). Seit Herbst 2011 gibt es in der ARD fünf Talkshows: Am Sonntagabend mit Günther Jauch, am Montag mit Frank Plasberg, dienstags talkt Sandra Maischberger, mittwochs Anne Will und donnerstags Reinhold Beckmann.

Ihre Kommentare
Kopf

Karl Jobig, PFDE Dresden

26.04.2013
!

Das Format 'Jauch' sollte am Sonntag ein 'open-end' erhalten und kein Publikum
im Studio. Dessen Beifall behindert die Meinungsbildung der TV-Zuschauer. Täglich eine Talkshow sind nicht das Problem, sondern die mangelnde Abstimmung und die "Pseudo-Konkurrenz" mit dem ZDF. Das führt zu Ärger beim Zuschauer - aber das ist sicher "nicht weiter wichtig...". Nicht die Jugend trägt ARD und ZDF sondern die Älteren.. Zur Grundversorgung gehört in erster Linie die Vermittlung von Nachrichten.


X

Kommentar als bedenklich melden

 
×

Bestätigung

Dieser Kommentar wurde erfolgreich gepetzt.

×

Oooooooooops

Beim Petzen trat ein Fehler auf. Versuchen Sie es bitte noch einmal.

Weitere Beiträge zu diesem Thema
Inhalt konnte nicht geladen werden.