DJV zur deutschen "HuffPo": Akzeptables Honorarmodell dringend nötig

30.04.2013
 

Nach der Meldung, dass Tomorrow Focus strategischer Partner der "Huffington Post" wird, nimmt der Deutsche Journalisten Verband den zukünftigen Betreiber in die Pflicht: Tomorrow Focus habe noch einige Monate Zeit,

Nach der Meldung, dass Tomorrow Focus strategischer Partner der "Huffington Post" wird, nimmt der Deutsche Journalisten Verband den zukünftigen Betreiber in die Pflicht: Tomorrow Focus habe noch einige Monate Zeit, in Deutschland für hauptberufliche freie Journalisten ein akzeptables Honorarmodell zu schaffen.

Mit der "Huffington Post", die ab Herbst in Deutschland erscheint, sei zwar wohl mit neuen Arbeitsplätzen für hauptberufliche Journalisten zu rechnen. "Aber werden auch die vielen Schreiber bezahlt, auf die die Huffington Post setzen dürfte?", fragt der DJV in seinem Blog. Und weist darauf hin, dass die Urheber in Deutschland Anspruch auf eine angemessene Vergütung hätten. "Auf einen vermuteten Werbeeffekt zu setzen als Rechtfertigung dafür, dass Journalisten für ihre Arbeit nicht angemessen bezahlt werden, ist inakzeptabel. Die Tomorrow Focus AG ist jetzt in der Pflicht."

Die Gründerin der "HuffPo", Arianna Huffington, setzt seit Anbeginn auf ein kostenloses Angebot, das allein durch Werbeerlöse finanziert wird. Die Kosten werden schmal gehalten, weil die Festangestellten dem Vernehmen nach gering bezahlt werden und die Blogger für ihre Beiträge gar kein Geld erhalten.

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