Wolf Schneider über den neuen "stern": "Mit Wichmann ist wieder ein Berserker am Werk"

 

Seine Meinung wird geschätzt und gefürchtet: Wolf Schneider, "Sprachpapst", Journalist und Buchautor, wird am 7. Mai 88 Jahre alt. Dennoch ist bei ihm von Ruhestand nicht die Rede, auch wenn er sich entschieden hat, künftig keine Seminare mehr als "Alleinunterhalter" zu geben. kress hat ihn als ehemaligen Verlagsleiter des "stern" gefragt,

Seine Meinung wird geschätzt und gefürchtet: Wolf Schneider, "Sprachpapst", Journalist und Buchautor, wird am 7. Mai 88 Jahre alt. Dennoch ist bei ihm von Ruhestand nicht die Rede, auch wenn er sich entschieden hat, künftig keine Seminare mehr als "Alleinunterhalter" zu geben. "Es ist eine ziemliche Strapaze, die eine hohe rhetorische Präsenz erfordert. Ich möchte keinen Blackout erleben und schon gar nicht, dass der Veranstalter mir einen Brief schreibt: 'Sie werden verstehen, dass wir nunmehr...'", sagt Schneider im Interview mit dem kressreport (Ausgabe 9/13, EVT 3. Mai 2013). Derzeit schreibt er an einem neuen Buch. 

Schneider kam 1966 als Chef vom Dienst zum "stern" und stieg 1969 zum Verlagsleiter auf. Er erlebte Henri Nannen, Chefredakteur und späterer Herausgeber des Magazins, als "Halbnormalen": "Allein mit Rationalität war der damalige Welterfolg des 'stern' nicht zu erklären", so Schneider, der bereits mehrfach für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde, u.a. mit dem Henri Nannen Preis

Über die aktuelle Ausrichtung des Heftes unter Chefredakteur Dominik Wichmann sagt der Journalist: "Der 'stern' ist optisch erheblich verändert, eine Qualitätsveränderung fällt mir bisher nicht auf." Das Magazin werde mit großem Anstand gemacht. "Wichmann bringt vielleicht wieder einen Hauch von Wahnsinn in den 'stern' hinein, was ihm gut tut." Nun sei wieder - wie einst Nannen - "ein Berserker am Werk".

Abonnenten des kressreport lesen das gesamte Interview in der aktuellen Ausgabe, die am 3. Mai erscheint.

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