Konzernumbau belastet Ergebnis: Dank Online schafft Axel Springer ein Umsatzplus

07.05.2013
 

Axel Springer hat im ersten Quartal 2013 von einem deutlichen Umsatz- und Ergebniswachstum der Digitalen Medien profitiert. Mit einem Umsatzplus von 20,9% konnte das Segment die rückläufigen Erlöse im Zeitungs- und Magazingeschäft ausgleichen. Der Gesamtumsatz sei in einem "wirtschaftlichen herausfordernden Marktumfeld" um 1,8% auf 803,6 Mio Euro gestiegen, so Axel Springer. 

Axel Springer hat im ersten Quartal 2013 von einem deutlichen Umsatz- und Ergebniswachstum der Digitalen Medien profitiert. Mit einem Umsatzplus von 20,9% baute das Segment seine Stellung als größter Geschäftsbereich des Konzerns aus und konnte die rückläufigen Erlöse im Zeitungs- und Magazingeschäft ausgleichen. Der Gesamtumsatz sei in einem "wirtschaftlichen herausfordernden Marktumfeld" um 1,8% auf 803,6 Mio Euro gestiegen, teilte Axel Springer am Dienstag in Berlin mit. Laut dpa-AFX lag der Konzern damit unter den Experten-Erwartungen. Sie hatten ein Umsatzplus von knapp 3% auf insgesamt 810 Mio Euro angepeilt.

Digitale Medien liefern nahezu zwei Drittel der Konzern-Werbeerlöse 

Durch das kräftige Wachstum der Digitalen Medien erhöhten sich die Werbeerlöse im ersten Quartal um 8,8% auf 434,8 Mio Euro (Vj.: 399,6 Mio Euro). Nahezu zwei Drittel (63,5%) der gesamten Werbeerlöse des Konzerns entfielen dabei auf das digitale Geschäft. Die Werbeerlöse der Printsegmente entwickelten sich hingegen rückläufig.Die Vertriebserlöse gingen im Berichtszeitraum um 5,8% auf 276,8 Mio Euro (Vj.: 293,8 Mio Euro) zurück. Ursächlich hierfür seien marktbedingte Auflagenrückgänge diverser Titel in allen drei Printsegmenten des Konzerns gewesen.

Investitionen für Umbau lassen Ergebnis schrumpfen

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) fiel im Vergleich zum Anfangsquartal 2012 um 3% auf 132,4 Mio Euro. Axel Springer will in diesem Jahr verstärkt in die digitale Transformation des Unternehmens investieren. Eine Ergebnissteigerung könne nicht das einzige Ziel sein, hatte jüngst der Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner erklärt, es müsse auch Phasen der Investitionen geben. Der Verlag müsse verstärkt in neue Produkte und Technologien investieren (kress.de vom 24. April 2013). Die Ertragskraft von Axel Springer blieb im ersten Quartal mit einer EBITDA-Rendite von 16,5% jedoch weiterhin auf einem hohen Niveau. Die Digitalen Medien leisteten mit einem Anstieg des EBITDA auf 62,8 Mio Euro (Vj.: EUR 46,9 Mio.) den höchsten Beitrag zum Konzern-EBITDA und erzielten eine EBITDA-Rendite von 19,7% (Vj.: 17,8%). Den Konzernüberschuss konnte Axel Springer im ersten Quartal um 5,6% auf 72,3 Mio Euro erhöhen.

Im Gesamtjahr rechnet das Unternehmen beim Umsatz weiter mit einem Plus im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Der operative Gewinn wird wegen der Kosten für den Umbau wahrscheinlich um einen einstelligen Prozentbetrag sinken.

Mathias Döpfner: "Das starke Umsatz- und Ergebniswachstum der Digitalen Medien bestätigt uns in der Entscheidung, die digitale Transformation von Axel Springer beschleunigt voranzutreiben. Die Digitalen Medien sind nicht nur unser umsatzstärkstes Segment, sondern sie liefern auch den höchsten Ergebnisbeitrag. Wir arbeiten in sämtlichen Konzernbereichen mit Hochdruck an der Weiterentwicklung zum führenden digitalen Medienunternehmen. Wie angekündigt wird unser Ergebnis in diesem Jahr durch höhere Investitionen in die Digitalisierung und durch Strukturanpassungen des Printgeschäfts belastet."

Die Konzernkennzahlen des ersten Quartals als PDF

Ihre Kommentare
Kopf
Inhalt konnte nicht geladen werden.