Wegen des Musik-Dienstes #music: Internetradio #Musik prüft rechtliche Schritte gegen Twitter

 

Dem kürzlich in mehreren Ländern gestarteten Twitter-Musikdienst #music droht Ärger: Das Internetradio RauteMusik will sich juristisch wehren, falls Twitter das Angebot auch nach Deutschland bringt.

Dem kürzlich in mehreren Ländern gestarteten Twitter-Musikdienst #music droht Ärger: Das Internetradio RauteMusik will sich juristisch wehren, falls Twitter das Angebot auch nach Deutschland bringt. 

"Wir werden für unseren Namen kämpfen", sagt RauteMusik-Geschäftsführer Timo Mauter. "Wir sind seit zehn Jahren #Musik. Und das wollen wir auch bleiben." 

Das Unternehmen befürchtet Verwechslungen mit Twitters #music und lässt deshalb nun markenrechtliche Schritte von der Wirtschaftskanzlei Brock, Müller und Ziegenbein aus Kiel prüfen. "Um unser Unternehmen zu schützen, haben wir 2010 ganz bewusst die Wortmarke 'RauteMusik' sowie das ursprüngliche Logo des Senders als Bildmarke beim Deutschen Patent- und Markenamt in München eintragen lassen", erklärt Yehya El Omari, ebenfalls Geschäftsführer bei RauteMusik. 

Der von RauteMusik beauftrage Rechtsanwalt Christian Wolff sieht eine begründete Verwechslungsgefahr: "Sollte Twitter also einen Musikdienst mit Namen #music oder #musik auch in Deutschland starten, sähen wir gute Erfolgsaussichten für eine markenrechtliche Auseinandersetzung."

Twitter will mit #music expandieren

Twitter startete #music vor wenigen Wochen in den USA, Kanada, Großbritannien, Irland, Australien und Neuseeland. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen an, dass der Musikdienst später auch in anderen Ländern verfügbar sein soll. (kress.de vom 18. April 2013).

RauteMusik gibt es schon seit 2003

Das Internetradio RauteMusik startete im April 2003, also deutlich vor Twitter. Zunächst war das Webradio ein Hobby-Projekt, seit 2010 firmiert das Unternehmen als GmbH. Inzwischen hat RauteMusik 17 Spartenkanäle und 320 Moderatoren und DJs in ganz Deutschland, die das Programm bestücken. Laut eigenen Angaben erreicht das Internetradio gleichzeitig bis zu 36.000 Hörer.

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