"Focus"-Chefredakteur Jörg Quoos zieht Bilanz: "Mehr Enthüllungen, weniger weiche Wellness-Titel"

 

Im Kampf gegen rückläufige Kioskverkäufe im ersten Quartal kam der Scoop über die Steuerpraktiken von FCB-Präsident Uli Hoeneß dem "Focus"-Chefredakteur Jörg Quoos wie gerufen. Er freut sich, dass die Geschichte breit zitiert wurde - "von der 'New York Times' bis hin zu indischen Fußballzeitungen", sagte er im kressreport-Interview. "Solche Geschichten sind die beste Werbung für das Heft."

Im Kampf gegen rückläufige Kioskverkäufe im ersten Quartal kam der Scoop über die Steuerpraktiken von FCB-Präsident Uli Hoeneß dem "Focus"-Chefredakteur Jörg Quoos wie gerufen. Er freut sich, dass die Geschichte breit zitiert wurde - "von der 'New York Times' bis hin zu indischen Fußballzeitungen", sagte er im kressreport-Interview. "Solche Geschichten sind die beste Werbung für das Heft."

Führende Media-Experten gehen mit dem Burda-Magazin dennoch hart ins Gericht - vor allem weil die Leistungswerte angeblich nicht mehr stimmen. "Der 'Focus' hat leider stark an Relevanz im Lesermarkt verloren", sagt Petra Gnauert, CEO der Agentur Zenith im aktuellen gedruckten kressreport (Ausgabe 10/13, EVT: 17. Mai 2013). "Damit sinkt natürlich auch seine Attraktivität als Werbemedium, nicht zuletzt da er seinen Preis nicht mehr wert ist", so Gnauert. 

"Es ist ein Marathon, eine Geschichte reicht da nicht"

Andrea Malgara, Geschäftsführer der Agentur Mediaplus, kritisiert das vergleichsweise hohe TKP-Niveau. "Wichtig sind für Kunden und Agenturen 'Fakten, Fakten, Fakten' – und zwar on the Long Run", sagt er. Auch nach dem Hoeneß-Erfolg, der sich in erhöhten Kioskverkäufen niederschlug, sieht Malgara noch keine Kehrtwende. "Es ist ein Marathon, eine Geschichte reicht da nicht", lässt er sich zitieren. 

Jörg Quoos gesteht im kressreport-Interview ein, dass er seit Jahresbeginn verschiedene Titeloptionen durchgespielt hat - um "die thematische Bandbreite zu erweitern". Seine erste Bilanz: "Ich wünsche mir für die Zukunft mehr Enthüllungen und weniger weiche Wellness-Titel."

Das vollständige Gespräch lesen kress-Abonnenten ab Freitag, 17. Mai, im gedruckten Heft. Hier geht's zum Probe-Abo.

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