NRW-Verleger kritisieren geplante Medienstiftung: "Die Presse muss frei bleiben"

30.05.2013
 

Die NRW-Verleger sehen die von der Landesregierung geplante Medienstiftung aus Sorge über möglichen staatlichen Einfluss auf die Presse kritisch. "Für uns ist die Staatsferne sehr wichtig. Die Presse muss frei bleiben", sagte Christian Nienhaus, Vorsitzender des Zeitungsverlegerbands NRW und Geschäftsführer der Funke Mediengruppe, am Mittwoch bei der ZVNRW-Jahreshauptversammlung in Aachen.

Die NRW-Verleger sehen die von der Landesregierung geplante Medienstiftung aus Sorge über möglichen staatlichen Einfluss auf die Presse kritisch. "Für uns ist die Staatsferne sehr wichtig. Die Presse muss frei bleiben", sagte Christian Nienhaus, Vorsitzender des Zeitungsverlegerbands NRW und Geschäftsführer der Funke Mediengruppe, am Mittwoch bei der ZVNRW-Jahreshauptversammlung in Aachen, laut einem dpa-Bericht.

Der Entwurf des NRW-Mediengesetzes der rot-grünen Landesregierung sieht die Gründung einer Stiftung vor, die aus Mitteln des Rundfunkbeitrags beispielsweise die Journalistenausbildung fördert, Recherchestipendien bezahlt und eine Stiftungsprofessur finanziert.

"Wir sind der Meinung, dass wir das nicht brauchen", sagte Nienhaus. Die Verlage bildeten ihre Redakteure selbst aus, und bei Stipendien stelle sich die Frage, ob sie vorzugsweise für Themen gewährt würden, die politisch genehm seien. "Wir haben die Landesregierung um Klarstellung gebeten, dass jeder staatliche oder staatlich organisierte Zugriff auf die Presse unterbleibt."

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