Große Hoffnungen in deutsche "HuffPo": Burda erwartet auch 2013 zweistelliges Wachstum

07.06.2013
 

Hubert Burda Media hat im vergangenen Geschäftsjahr 2012 den Umsatz um 12,9% auf 2,456 Mrd Euro  gesteigert. Die Erlöse kletterten damit im dritten Jahr in Folge um mehr als zehn Prozent an. Alle vier Geschäftsbereiche (Verlagsbereiche Inland und Ausland, Digital und Druck) arbeiteten 2012 profitabel. Das Ergebnis lag im dreistelligen Mio-Bereich.

Hubert Burda Media hat im vergangenen Geschäftsjahr 2012 den Umsatz um 12,9 Prozent auf 2,456 Mrd Euro gesteigert. Die Erlöse kletterten damit im dritten Jahr in Folge um mehr als zehn Prozent. Dieser Kurs konnte auch 2013 fortgesetzt werden, so das Medienunternehmen: Im ersten Quartal lag der Umsatz um 12 Prozent über Vorjahres-Niveau. Für das Gesamtjahr 2013 rechnet Vorstandschef Paul-Bernhard Kallen mit 10 bis 15 Prozent mehr Umsatz.

Große Hoffnungen setzt man bei der Burda-Tochter Tomorrow Focus auf die deutsche Ausgabe der "Huffington Post", die im Herbst starten soll. Die Internet-Nachrichtenseite, die sich ausschließlich aus Werbung finanziert, sei technologisch viel weiter entwickelt als andere Anbieter, so Kallen, der klarstellt, dass sich das Angebot überhaupt nicht gegen die 'Bild' wende. "Ich gehe davon aus, dass das nicht anderes verdrängt, sondern on top kommt."

Für Burda sei Technologie zentraler Bestandteil jeder Medienplattform. Zudem bringe man Leidenschaft, Kreativität, handwerkliches Können und nicht zuletzt ein tiefes Verständnis für die Bedürfnisse und Interessen der Konsumenten ein. "So entstehen Produkte, für die sich Menschen begeistern", erläutert  Kallen das unternehmerische Handeln.

Grenze zwischen Medien- und Handelsunternehmen löst sich auf

Kallen sieht die Grenzen zwischen Medien- und Handelsunternehmen immer mehr schwinden. Online-Händler wie Amazon entwickelten sich zu Medienunternehmen. Burda macht mit Angeboten wie HolidayCheck, ElitePartner und Zooplus, die allesamt nicht journalistisch sind, Kasse.

2012 hätten alle vier Geschäftsbereiche (Verlagsbereiche Inland und Ausland, Digital und Druck) von Hubert Burda Media profitabel gearbeitet. Das Ergebnis lag im dreistelligen Mio-Bereich, detaillierte Gewinnzahlen nennt Burda traditionell nicht.

Am stärksten wächst der Digitalbereich

Die stärkste Dynamik in der Umsatzentwicklung weist der Bereich Digital auf, der 1,16 Milliarden des Gesamtumsatzvolumens des Jahres 2012 ausmachte (+23,7 Prozent gegenüber Vorjahr). Dabei wurde besonders in zwei Bereiche investiert: an der Xing AG hat Burda 2012 die Mehrheit übernommen,  Tomorrow Focus hat rund um HolidayCheck weitere Akquisitionen im Geschäftsfeld Reise getätigt.

Insgesamt steckte Burda im vergangenen Jahr 308 Millionen Euro in den Ausbau und die Weiterentwicklung des Medienportfolios. Burda sei heute auf dem deutschen Markt der größte Zeitschriftenanbieter, die Profitabilität des Magazingeschäfts konnte 2012 mit einem Rekordergebnis weiter ausgebaut werden. Im Anzeigenmarkt sei der Anteil des Vermarkters BCN deutlich angestiegen (454 Mio Euro; 16,7 Prozent). Im Vertriebsmarkt habe das 80 Zeitschriften umfassende Burda-Portfolio mit 340 Millionen verkauften Exemplaren nahezu Vorjahresniveau (-0,4 Prozent) erreicht. Auch der Umsatz habe sich mit 645,5 Millionen Euro stabil gehalten.

Im ausländischen Verlagsgeschäft erwirtschaftete Burda mit 240 Zeitschriftentiteln einen Umsatz von 419,3 Millionen Euro. Bedeutendste Auslandsmärkte für Burda sind Osteuropa und die Wachstumsregionen Asiens sowie die Türkei. Mit der Beteiligung an der polnischen E-Commerce-Plattform Showroom und den Vorbereitungen für den Markteintritt in Südamerika soll dieser Weg sowohl im Print als auch im Digitalen fortgesetzt werden.

Das Geschäftsfeld Druck hatte 2012 mit einer schwindenden Auftragslage zu kämpfen, Burda konnte sich aber als eines der größten Tiefdruckunternehmen Europas behaupten. Der Umsatz betrug 224 Millionen Euro.

Der komplette Geschäftsbericht als PDF.

Ihre Kommentare
Kopf
Weitere Beiträge zu diesem Thema
Inhalt konnte nicht geladen werden.