Ehemaliger "Spiegel"-Chef: Mathias Müller von Blumencron wechselt zur "FAZ"

 

Mathias Müller von Blumencron (Foto), 52, heuert bei der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ("FAZ") an. Dort verantwortet er ab 1. Oktober als Chefredakteur Digitale Medien die Weiterentwicklung sämtlicher digitaler Angebote der "FAZ".

Mathias Müller von Blumencron (Foto), 52, heuert bei der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ("FAZ") an. Dort verantwortet er ab 1. Oktober als Chefredakteur Digitale Medien die Weiterentwicklung sämtlicher digitaler Angebote der "FAZ". Von Blumencron war zuletzt "Spiegel"-Chefredakteur für digitale Produkte. Im April trennte sich der Spiegel-Verlag von von seinen beiden "Spiegel"-Chefredakteuren Georg Mascolo, 48, und von Blumencron. Sie seien "wegen unterschiedlicher Auffassungen zur strategischen Ausrichtung mit sofortiger Wirkung abberufen und beurlaubt" worden, hieß es damals (kress.de vom 9. April 2013).

Von Blumencron begann seine journalistische Karriere nach Stationen bei "Capital" und der "WirtschaftsWoche" 1992 beim Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Dort arbeitete er zunächst im Ressort "Deutschland" und wechselte dann als Wirtschaftskorrespondent in die Vereinigten Staaten, ehe er im Jahr 2000 die Chefredaktion von "Spiegel Online" übernahm. 2008 wurde er Co-Chefredakteur des "Spiegel" und war zuständig für digitale Produkte.

"Wir freuen uns sehr, mit Mathias Müller von Blumencron einen renommierten Journalisten und sehr erfahrenen Online-Kenner für unser Haus gewonnen zu haben, der unser Verständnis von Qualitätsjournalismus teilt", sagt Berthold Kohler, Vorsitzender des Herausgebergremiums der "FAZ". "Wir wollen in Zukunft sehr viel stärker in der digitalen Welt präsent sein und unser großes publizistisches Angebot  auf allen Plattformen sichtbar machen. Für diese Aufgabe können wir uns keinen Besseren vorstellen als Herrn Müller von Blumencron."

Die "FAZ" habe ein riesiges Potential in der digitalen Welt, sagt von Blumencron. "Sie ist überaus klug, meinungsstark, originell, kreativ. Sie hat all das, wonach sich der Leser im deutschsprachigen Internet sehnt." Dieses Potential auch digital zu heben, sei eine der reizvollsten Aufgaben im deutschen Journalismus.

"FAZ" bekommt Paid Content

Tobias Trevisan, Geschäftsführer der "FAZ", kündigte jüngst in einem Interview an, dass man bei der "FAZ" Paid Content einführen werde: "Wir bemühen uns das so schnell wie möglich zu machen. Vielleicht in diesem Jahr."

Georg Mascolo hat erst vor wenigen Tagen einen Artikel auf "faz.net" veröffentlicht. Ob er und von Blumenron bald wieder vereint sind - noch unklar.

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