Deutschland-Start von Ultraviolet im zweiten Halbjahr

Die Hollywood-Studios wollen das Online-Geschäft mit Filmen und Serien in Deutschland der Konkurrenz wie Apple oder Amazon nicht mehr allein überlassen. Im Herbst starten die Studios ihren eigenen digitalen Service: Ultraviolet (kress.de vom 24. Mai 2012). Dies berichtet das "Handelsblatt" (Mittwochsausgabe). Sony ("Skyfall") gibt dabei den Ton an.

"Wir wollen im zweiten Halbjahr mit Ultraviolet starten. Von großen Handelsunternehmen haben wir eine positive Rückmeldung bekommen", sagte David Bishop, weltweiter Präsident von Sony Pictures Home Entertainment, dem "Handelsblatt". Von Ende September an soll die technische Infrastruktur verfügbar sein. Kurz danach werde dann der Handel für Ultraviolet werben. Bislang ist die Videodownload-Plattform in den USA, Kanada, Großbritannien, Irland, Australien und Neuseeland am Start.

Hinter Ultraviolet stehen neben Sony u.a. die Studios 20th Century Fox ("Avatar"), Warner Bros. ("Harry Potter", "Hobbit"), Paramount ("Star Trek"). Das Filmportal ging im Oktober 2011 an den Start, rund 12,5 Mio Haushalte sollen es derzeit nutzen. 

Mit der nun folgenden globalen Expansion wolle man das Quasi-Monopol von Apple beim Herunterladen von Filmen und Serien brechen, heißt es im "Handelsblatt". 

Welche Preise Ultraviolet in Deutschland aufrufen wird - noch unklar. In den USA sei man so gestartet, dass bei jedem Kauf einer Blu-ray das Recht verbunden gewesen sei, den Film bei Ultraviolet zu registrieren. Der sei damit jederzeit und überall verfügbar gewesen. Somit hatte der Kunde das physische Produkt und über einen Code auch den Film in seiner digitalen Bibliothek. Die Blu-ray mit Ultraviolet kostet in den USA laut "Handelsblatt" in der Regel 17,99 Dollar.

Das Lizenzsystem von Ultraviolet basiert den Angaben zufolge auf der Cloud; es erlaubt Kunden, Filme und Serien auf bis zu zwölf Endgeräten zu nutzen, vom Smartphone über Tablet-PC bis zum Computer. Bei Ultraviolet werden die beim Kauf erworbenen Rechte gespeichert. Der Kunde zahlt einmal für die Rechte eines Films und kann ihn dann weltweit so oft nutzen, wie er möchte.

03.07.2013
Ihre Kommentare
Kopf

Peter F. Meyer

03.07.2013
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arme Videotheken. Gibt es dort zukünftig nur noch Hardcore?


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