Mehr als 40 Zeitungen mit Digital-Bezahlmodell: "Freemium" ist die populärste Variante

03.07.2013
 

2012 war kein gutes Jahr für die deutschen Zeitungen. Hoffnung setzen die Verleger in digitale Bezahlmodelle - auch wenn diese noch am Anfang stehen. Laut dem Leiter Kommunikation + Multimedia des BDZV, Hans-Joachim Fuhrmann, haben mittlerweile mehr als 40 Zeitungstitel die Bezahlung im Netz eingeführt. 

2012 war kein gutes Jahr für die deutschen Zeitungen. Hoffnung setzen die Verleger in digitale Bezahlmodelle - auch wenn diese noch am Anfang stehen. Laut dem Leiter Kommunikation + Multimedia des BDZV, Hans-Joachim Fuhrmann, haben mittlerweile mehr als 40 Zeitungstitel die Bezahlung im Netz eingeführt. Innerhalb eines Jahres habe sich die Zahl der Verlage verdoppelt, bis Ende 2013 rechnen die Zeitungsverleger mit rund 60 Zeitungstiteln, die auf Paid Content im Netz setzten. Eine große Herausforderung für die Redaktionen sei es, die regelmäßigen Nutzer zu loyalen Stammlesern zu machen, die für die Angebote gerne zahlten.

Wie eine Infografik von Statista zeigt, setzen aktuell 33 Zeitungen auf ein "Freemium"-Modell. Dabei bleibt ein Teil der Artikel kostenfrei, während der Rest des Online-Angebotes nur nach Erwerb eine Tagespasses oder Abos zugänglich zugänglich wird. Ein Beispiel für dieses Modell ist etwa "Bild Plus" bei "Bild.de". Sieben weitere Blätter setzen auf das so genannte Metered Model. Ein Beispiel hierfür ist die "Welt", bei der Leser monatlich freien Zugang zu maximal 20 Artikel haben. Ist dieses Kontingent erschöpft, müssen sie bis zum nächsten Monat warten oder ein Abo abschließen. Schließlich gibt es noch die harte Bezahlschranke, bei der das komplette Online-Angebot kostenpflichtig wird. Für dieses Modell haben sich bisher vier Zeitungen entschieden. Einen Sonderweg hat die "taz" eingeschlagen, die es ihren Lesern freistellt, für einen Artikel etwas zu bezahlen.

Die vollständige Liste der deutschen Zeitungen mit Paid-Content-Angebot finden Sie hier.

Ihre Kommentare
Kopf

Christian Hoffmeister

03.07.2013
!

Nicht Freemium oder Metered ist die Frage, sondern: wie schafft man ein attraktives Angebot in Zeiten in denen der materielle Datenträger wegfällt und nun nur noch der immaterielle Wert der Zeitung im Mittelpunkt steht.
Der Großteil des Geschäftes hing aber am Datenträger und nicht am Inhalt. Eine Schranke irgendwo davor zu hängen, mach noch kein Geschäftsmodell aus
http://digitalbusinessmodels.wordpress.com/tag/paid-content/


Tanja Gehrmann

06.07.2013
!

Das Problem bei allen Geschäftsmodellen ist, dem Leser einen Mehrwert zu geben. Ein "Plus" fängt zwar einige (siehe HD+), aber die meisten Zuschauer und Leser lassen sich nun mal nicht in von Finanzvorständen "erdachte" Modelle pressen - vor allem nicht, wenn man plump mit Friss-oder-Stirb-Abomodellen von gestern kommt. Einzelabrufe (Click+Buy), Mobilrechnung, virtuelle Währungen stehen staubigen Komplettabos und langen Registrierungen gegenüber. Werbefinanziert vs. Abo - aber beides zusammen?


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