Nach der Übernahme der "Saarbrücker Zeitung": Rheinische Post plant weitere Zukäufe in Deutschland

03.07.2013
 

Die Rheinische Post Mediengruppe will sich ganz auf das Inlandsgeschäft konzentrieren - in Print und Digital. Dies kündigte Karl Hans Arnold (Foto), Vorsitzender der Geschäftsführung, gegenüber "newsroom.de" an. Dem Bericht zufolge gehört zu dem Plan auch der Kauf von weiteren Zeitungen in Deutschland,

Die Rheinische Post Mediengruppe will sich ganz auf das Inlandsgeschäft konzentrieren - in Print und Digital. Dies kündigte Karl Hans Arnold, Vorsitzender der Geschäftsführung, gegenüber "newsroom.de" an. Dem Bericht zufolge gehört zu dem Plan auch der Kauf von weiteren Zeitungen in Deutschland, von millionenschweren Investitionen ist die Rede. Potentielle Übernahmekandidaten oder einen Zeitplan habe Arnold aber nicht nennen wollen, schreibt "newsroom.de"-Chefredakteur Bülend Ürük

Anfang Januar 2013 hatte die Rheinische Post Mediengruppe bereits die Mehrheit an der Saarbrücker Zeitungsgruppe (u.a. "Saarbrücker Zeitung"), "Trierischer Volksfreund", "Lausitzer Rundschau") übernommen (kress.de vom 29. Oktober 2012).

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger hat in dieser Woche keine rosigen Zahlen für 2012 präsentieren können (kress.de vom 2. Juli 2013): Zwar stiegen die Vertriebsumsätze der Zeitungen um 1,4%, doch die Nettowerbeumsätze gingen um satte neun Prozent auf 3,43 Mrd Euro zurück. Damit fiel der Gesamtumsatz (4,74 Mrd Euro Vertrieb + 3,43 Mrd Euro Anzeigen und Beilagen sowie 82 Mio Euro Supplements) im Vergleich zum Vorjahr um 3,3 Prozent auf 8,23 Mrd Euro. 

Mit Sicherheit sei es derzeit eine gute Zeit, um mit dem einen oder anderen ratlosen Verleger über einen Einstieg zu sprechen, heißt es auf "newsroom.de".

In der vergangenen Woche hatte die Rheinische Post Mediengruppe mitgeteilt, dass sie sich aus dem tschechischen Markt zurückziehen wird. An die tschechische Agro­fert-Gruppe sollen unter anderem das Flaggschiff "Mlada Fronta Dnes" und das Traditionsblatt "Lidove Noviny" verkauft werden. Tschechien sei allerdings als "Sonderfall" zu betrachten, an den anderen internationalen Beteiligungen werde das Unternehmen aktuell festhalten, so Arnold. Das Düsseldorfer Medienhaus gibt auch in den Niederlanden, Polen und der Slowakei Anzeigenblätter, Tageszeitungen und Magazine heraus.

Die Rheinische Post Mediengruppe beschäftigt rund 7.000 Mitarbeiter und gehört zu den fünf auflagenstärksten Zeitungsverlagen in Deutschland.

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