Sperrbildschirm-Vermieter: Abalo startet in Deutschland

 

Den Bildschirm entsperren und damit bis zu 15 Euro pro Monat verdienen - das verspricht das österreichische Start-up Abalo Nutzern von Android-Smartphones.

Den Bildschirm entsperren und damit bis zu 15 Euro pro Monat verdienen - das verspricht das österreichische Start-up Abalo Nutzern von Android-Smartphones. Die App ist seit Mai in Österreich und ab sofort auch in Deutschland erhältlich. Sie ersetzt den Sperrbildschirm, der bei den meisten Nutzern nur wenig mehr als die Uhrzeit anzeigt, durch bildschirmfüllende Anzeigen.

Die Idee ist nicht neu. Amazon verlangt für ein Kindle-Tablet ohne Werbung 15 Euro mehr.

In Österreich werben bereits McDonald'sSony und Ikea über Abalo. In Deutschland startet man mit Brands4Friends, Lieferheld und Zalando. Die Geschäfte in Deutschland führt Daniel Klarkowski (vormals MyHammerSkype und Kijiji) von Berlin aus, das Geld kommt von der Deutsche Balaton AG. Die App-Entwicklung erfolgt jedoch ausschließlich in Wien. Noch in diesem Jahr will Abalo in Italien, Spanien und Frankreich starten, im kommenden Jahr soll der Sprung in die USA erfolgen.

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Um den erwähnten Maximalbetrag von 15 Euro zu bekommen, müssen Nutzer den Sperrbildschirm 27 mal am Tag entsprerren, denn eine Entsperrung bringt nur 1,8 Cent ein. Von Werbungtreibenden verlangt Abalo 50 Euro pro 1000 entsperrter Anzeige (CGI - Cost per Guaranteed Impression). Schaut der Nutzer nur drauf, kassiert Abalo nicht ab. Bei der Anmeldung legt der Nutzer fest, welche Werbung er gerne sehen möchte. Eine Interaktion mit der Werbung direkt auf dem Sperrbildschirm gibt es noch nicht - laut Unternehmen aus Rücksicht gegenüber dem Kunden, den man nicht verwirren wolle. Über die Abalo-App kann der Nutzer die Werbung jedoch auch aufrufen und dann beispielsweise die Website des Werbungtreibenden ansteuern.

Momentan hat das Unternehmen nach eigenen Angaben 17.000 Nutzer, 12.000 davon in Deutschland. Bis Jahresende strebt Abalo 100.000 Nutzer in Österreich und 200.000 in Deutschland an.

Abalo gibt es aktuell nur für Smartphones mit Android-Betriebssystem. Aber auch für Apples iOS, das traditionell geschlossener ist, habe man eine Lösung gefunden, so Klarkowski. Gleiches gelte für Windows Phone. Tablets findet Abalo dagegen nicht so interessant, da Nutzer sie nicht immer bei sich hätten.

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