Media-Analyse 2013 Radio II: ARD-Radiosender bauen Vorsprung vor Privaten aus

16.07.2013
 

Der ARD-Hörfunk hat den Vorsprung vor den kommerziellen Radios in Deutschland ausgebaut. Werktags schalten rund 38,94 Mio Hörer mindestens ein öffentlich-rechtliches Programm ein, das entspricht 53,1% der deutschsprachigen Bevölkerung ab zehn Jahren. Bei den kommerziellen Hörfunksendern sind es täglich 32,48 Mio Hörer, entsprechend 44,3%.

Der ARD-Hörfunk hat den Vorsprung vor den kommerziellen Radios in Deutschland ausgebaut. Werktags schalten rund 38,94 Millionen Hörer mindestens ein öffentlich-rechtliches Programm ein, das entspricht 53,1 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung ab zehn Jahren. Bei den kommerziellen Hörfunksendern sind es täglich 32,48 Millionen Hörer, entsprechend 44,3 Prozent (Montag bis Freitag). Das geht aus der an diesem Dienstag veröffentlichten Media-Analyse (MA 2013/II) hervor. Diese halbjährlich durchgeführte repräsentative Umfrage ist die Leitstudie für den deutschen Radiomarkt.

Die MA 2013/I hatte noch die Zahl von rund 38,4 Mio täglichen Hörern für die öffentlich-rechtlichen Programme ausgewiesen, was 52,3% der Bevölkerung entsprach. Bei den privaten Hörfunksendern waren es 33 Mio Hörer täglich, entsprechend 45,0%. 

Kultur- und Informationsprogramme der ARD gefragt

"Das ist erneut ein exzellentes Ergebnis. Die Menschen schätzen unser vielfältiges Angebot - von den jungen Wellen über die Pop- und Unterhaltungssender bis hin zu den Kultur- und Infoprogrammen", erklärte der ARD-Vorsitzende und NDR-Intendant Lutz Marmor am Dienstag. Besonders beachtlich sei die Akzeptanz der Kultur- und Informationsprogramme des öffentlich-rechtlichen Rundfunks: Täglich entschieden sich rund sechs Millionen Menschen für mindestens einen der Kultur- und Informationssender der ARD. 25,4 Prozent oder über 18 Millionen Menschen in Deutschland haben den Angaben zufolge innerhalb von 14 Tagen ein solches Programm eingeschaltet (weitester Hörerkreis).

Bei den jüngeren Hörern sind die ARD-Sender weiter erfolgreich: Unter den Top 10 der meistgenutzten Programme der unter 30-Jährigen ist die ARD laut der MA 2013/II mit sechs Wellen vertreten. Auch bei den Frauen konnte das ARD-Radio punkten: Der Anteil der Hörerinnen ist erneut gestiegen und liegt jetzt bei 51,2 Prozent, das sind mehr als 19 Millionen Frauen.

Joachim Knuth, Vorsitzender der ARD-Hörfunkkommission und NDR-Programmdirektor Hörfunk, zur Entwicklung auf dem Radiomarkt: "Radio ist das älteste elektronische Medium - in Zeiten des Internets oft schon totgesagt. Heute stellen wir fest: Die öffentlich-rechtlichen Radioprogramme sind moderner und lebendiger denn je und damit für Millionen Menschen, die uns Tag für Tag einschalten, unverändert attraktiv.!

58 Mio Hörer schalten an jedem Werktag Radio ein

Die durchschnittliche Hördauer von Radio gesamt hat auf hohem Niveau zugelegt und liegt jetzt bei 198 Minuten. Mit aktuell 79,4 Prozent schalten an Werktagen vier von fünf Menschen ein Radioprogramm ein. Fünf unabhängige Marktforschungsinstitute haben für die Media-Analyse fast 67.000 Interviews geführt. Insgesamt wurden die Umfrage-Ergebnisse zu 53 ARD-Programmen in der Media-Analyseberücksichtigt. Die Daten der nächsten MA werden am 5. März 2014 veröffentlicht.

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