Im Zuge der Zusammenlegung der Redaktionen: 50 Stellen fallen bei "Bild"-Berlin und "B.Z." weg

24.07.2013
 

Umstrukturierungen gehen meistens mit einem Stellenabbau einher. So ist es auch im Fall der am Mittwoch bekannt gegebenen Zusammenführung von "B.Z." und "Bild"-Berlin. Wie ein Sprecher von Axel Springer gegenüber kress bestätigte, werden insgesamt weniger als 50 Stellen in beiden Redaktionen wegfallen. Der Stellenabbau soll "sozial verträglich" gestaltet werden.

Umstrukturierungen gehen meistens mit einem Stellenabbau einher. So ist es auch im Fall der Zusammenführung von "B.Z." und "Bild"-Berlin. Wie ein Sprecher von Axel Springer gegenüber kress bestätigte, werden insgesamt weniger als 50 Stellen in beiden Redaktionen wegfallen. Der Stellenabbau soll "sozial verträglich" gestaltet werden. Seine Online-Redaktionen in  Hamburg (Nord), Essen (NRW), Frankfurt (Südwest), München (Süd) und Leipzig (Ost) will der Verlag dagegen aufstocken.

Der Deutsche Journalisten-Verband hatte den Springer- Konzern indes aufgefordert, die am Mittwoch bekannt gegebenen Umstrukturierungen ohne einen Abbau journalistischer Arbeitsplätze durchzuführen. "Synergien zwischen einzelnen Titeln ohne den Verlust von Jobs und Meinungsvielfalt können sinnvoll sein", sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken, "neue Strukturen mit dem Ziel zu schaffen, Redakteursstellen zu streichen, wäre aber nicht akzeptabel." Als problematisch bezeichnete Konken einen möglichen Verlust der Pressevielfalt in Berlin: "Wir erwarten von Springer, dass sich 'B.Z.' und 'Bild Berlin' auch künftig inhaltlich unterscheiden.“

"Angesichts der Rendite von 'Bild' deutlich über 20 Prozent gibt es für Stellenstreichungen und Tarifflucht keinen Grund", stellte der DJV- Vorsitzende klar. "Wir erwarten von Springer einen fairen und leistungsgerechten Umgang mit den Journalistinnen und Journalisten."

Zugleich forderte Konken Springer auf, den Umzug der "B.Z."-Redaktion für die Rückkehr in die Tarifbindung zu nutzen. Die Boulevard-Zeitung gehört seinen Angaben zufolge derzeit zu einer nicht tarifgebundenen Springer-Tochter. In der künftigen gemeinsamen Redaktion könne es nicht tarifliche und untertarifliche Konditionen für die Kolleginnen und Kollegen geben, so Konken.

Ihre Kommentare
Kopf

Karl Jobig, PDE Dresden

24.07.2013
!

Was soll die Gewerkschaft auch anderes sagen...
Da muss endlich mal mit Umdenken begonnen werden. Wer höhere Gehälter fordert, muss immer wissen, dass das meist zu Kündigungen führt. Damit viele mehr bekommen, müssen wenige gehen. Nur im Sozialismus funktioniert das anders. Die von mir propagierte PDE Politik für Deutschland in Europa plädiert für das Prinzip "BONI FÜR ALLE", wenn der Laden läuft. Die verbleibenden Zeichen reichen nicht für mehr - www.pde-online.eu


Düsselbarsch

25.07.2013
!

@Karl Jobig:
"Interessanter" Kommentar fern von aller wirtschaftswissenschaftlicher Kompetenz.


Rolf-Peter Meyer

26.07.2013
!

@Düsselbarsch
Is klar ne!
deine denke
damit wenige bekommen müssen viele gehen oder wat?


Uwe Zappel

26.07.2013
!

@R-P M
Sie verwechseln da was. Das mit dem "viele gehen" macht die andere Seite. Seit Jahren! Und findet immer noch welche, die ihre müden Ausreden glauben.
Schade.


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