Servus TV-Programmdirektor Bassiner: "Wir verstecken Kultur nicht in den späten Sendeschienen"

 

16 Kameras und ein 200-Mann-Technikteam hat Servus TV-Programmdirektor Klaus Bassiner im Einsatz, um am 26. August ein ganz besonderes Programm-Event aufzuzeichnen - eine Oper. Mit der Live-Übertragung der Festspiel-Premiere "Die Entführung aus dem Serail" aus dem Hangar 7 will er Maßstäbe setzen. "Der Aufwand ist größer als bei einem Spitzen-Sportereignis", so Bassiner im kress-Gespräch.

16 Kameras und ein 200-Mann-Technikteam hat Servus TV-Programmdirektor Klaus Bassiner im Einsatz, um am 26. August ein ganz besonderes Programm-Event aufzuzeichnen - eine Oper. Mit der Live-Übertragung der Festspiel-Premiere "Die Entführung aus dem Serail" aus dem Hangar 7 will er Maßstäbe setzen. "Der Aufwand ist größer als bei einem Spitzen-Sportereignis."

"Natürlich ist diese Produktion ein Statement dafür, was wir uns leisten und den Zuschauern bieten wollen", sagt Klaus Bassiner im Gespräch mit dem "kressreport" (Ausgabe 15/13) - und tritt damit indirekt auch den "offiziellen" Kultursendern 3sat und Arte sowie den Öffentlich-Rechtlichen vor das Schienbein.

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Der ehemalige Leiter der Hauptredaktion Reihen und Serien beim ZDF ist seit Herbst 2012 Programmdirektor bei Servus TV und positioniert seinen neuen Sender immer schärfer. "Wir schreiben uns die Kultur groß auf die Fahnen – und wollen sie nicht in den späten Sendeschienen verstecken", sagt er. "Die Strategie, die wir uns bei der schrittweisen Umgestaltung des Programms gewählt haben, geht auf." 

Mit welchen weiteren Programm-Highlights Servus TV-Mann Bassiner künftig punkten möchte und wie schnell General Manager Martin Blank die flächendeckende Verbreitung in Deutschland erreicht hat und wie der Werbemarkt darauf reagiert, erfahren Abonnenten des gedruckten "kressreport" in der aktuellen Ausgabe. Sie erscheint am 26. Juli.

Ihre Kommentare
Kopf

Peter F. Meyer

26.07.2013
!

Klaus Bassiner, ich ziehe den Hut vor Ihnen. Das, was die Öffentlich unrechtlichen produzieren, trifft kaum mehr in die Herzen Vieler.


Norbert Rüdell

26.07.2013
!

An was wird denn hier die Erfüllung eines Kulturauftrages gemessen bitteschön? An der Zahl der Kameras bei Musikfestspielen? An der Frequentierung der Prime Time? Ich finde, hier macht man es sich etwas einfach mit solchen Triumphmeldungen. Für Musikliebhaber haben das öffentlich-rechtliche Fernsehen und die Kulturwellen der ARD im Hörfunk einen nach wie vor reichen Schatz im Angebot. Aktuell gab es übrigens im Ersten gestern abend den kompletten "Fliegenden Holländer".


Wolfgang Messer

Wolfgang Messer

- Freiberuflich tätig -
TV-Sprecher, Blogger und Redakteur

26.07.2013
!

Servus TV tritt u. a. "ARTE vor das Schienbein?" Unsinn, da gibt es schon seit einiger Zeit Programmkäufe, Kooperationen und Koproduktionen zu beiderseitigem Nutzen:
http://www.cologne-conference.de/de/programm/specials/vorabscreening-die-gentlemen/
http://www.tagesspiegel.de/medien/kein-sex-kein-trash-privatsender-servus-tv-soll-den-oeffentlich-rechtlichen-konkurrenz-machen/5823372.html


Ralf E. Hansen

Ralf E. Hansen

Medienconsulter
Consulter Medien & Entertainment

26.07.2013
!

wenn jemand wie Herr Bassinger -der genug Erfahrung mit dem Bürokraten Moloch "öffentlich rechtlich" hat - die Fronten wechselt und auf einmal zeigt, wie man es auch machen kann, dann wünsche ich mir viele weitere Schienbeintritte aus dieser kreativen Zelle. Mit Geduld wird man bei STV mustergültig das Publikum gewinnen, woran 23.000 Festangestellte bei ARD und ZDF sich vergeblich bemühen....xxl*like


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