"Mehr Zeit in der Schweiz verbringen": "FAZ"-Chef Tobias Trevisan will Vertrag nicht verlängern

 

Nur noch bis Ende August 2015 im Amt: Tobias Trevisan (Foto), 54, Sprecher der Geschäftsführung der FAZ GmbH will seinen Vertrag nicht mehr verlängern. "Nach bald zehn äußerst interessanten und intensiven Jahren bei der FAZ möchte ich künftig aus privaten Gründen mehr Zeit in der Schweiz verbringen

Nur noch bis Ende August 2015 im Amt: Tobias Trevisan (Foto), 54, Sprecher der Geschäftsführung der FAZ GmbH will seinen Vertrag nicht mehr verlängern. Darüber hat er den Aufsichtsrat der Gesellschaft informiert. "Nach bald zehn äußerst interessanten und intensiven Jahren bei der FAZ möchte ich künftig aus privaten Gründen mehr Zeit in der Schweiz verbringen und auf Mandats- und Projekt-Basis weiterhin im internationalen Medienumfeld tätig sein", erklärt Trevisan.

"Der Aufsichtsrat hat mit Bedauern die Entscheidung von Tobias Trevisan zur Kenntnis genommen", sagt Karl Dietrich Seikel, der Vorsitzende des Aufsichtsrats der FAZ GmbH. "Trevisan hat das Unternehmen in einem sehr schwierigen Marktumfeld erfolgreich geführt und es mit einer klaren strategischen Ausrichtung sowie mit dem Aufbau neuer Geschäftsfelder im laufenden Transformationsprozess der Medien ausgezeichnet positioniert."

Mit seiner frühzeitigen Ankündigung biete Trevisan Hand zu einer "bestmöglichen Nachfolgeregelung" sowie für eine "strukturelle Weiterentwicklung" des Unternehmens. Bis ein Nachfolger seinen Job übernimmt, steht Trevisan der FAZ im vollen Umfang zur Verfügung. Über diesen Zeitraum hinaus wird er im Rahmen eines Beirats-Mandats den weiteren Aufbau der von ihm initiierten "FAZ Executive School" begleiten.

Trevisan ist seit September 2005 Geschäftsführer der FAZ GmbH und seit Anfang 2006 deren Sprecher. Trevisanhabe die Sparte  der digitalen Medien der FAZ in die Gewinnzone geführt und der FAZ mit dem Einstieg in den Weiterbildungsmarkt eine Wachstumsperspektive erschlossen. Mit der Übernahme der "Frankfurter Rundschau", der Gründung der Quality Alliance und der Beteiligung an der iq digital habe Trevisan zudem einen "wichtigen Beitrag zur Konsolidierung im Segment der überregionalen Qualitätsmedien geleistet", heißt es in einer Mitteilung.

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