"Mit sofortiger Wirkung": Balzer als Chefredakteur des manager magazins abberufen

31.07.2013
 

Weiterer Paukenschlag in der Print-Branche: Der manager magazin Verlag hat den Chefredakteur des manager magazins, Arno Balzer, 55, wegen unterschiedlicher Auffassungen zur Weiterentwicklung der Marke manager magazin

Weiterer Paukenschlag in der Print-Branche: Der manager magazin Verlag hat den Chefredakteur des manager magazins, Arno Balzer, 55, wegen unterschiedlicher Auffassungen zur Weiterentwicklung der Marke manager magazin mit sofortiger Wirkung abberufen und freigestellt. Über die Nachfolge in der Chefredaktion werde in Kürze entschieden.

Bis auf Weiteres wird die Redaktion des manager magazins von den beiden stellvertretenden Chefredakteuren, Martin Noé und Henrik Müller, geführt.

Ove Saffe, Geschäftsführer des manager magazin Verlags: "Arno Balzer ist ein hervorragender Wirtschaftsjournalist. Als Chefredakteur hat er in den vergangenen zehn Jahren maßgeblich dazu beigetragen, die Positionierung des manager magazins als Leitmedium der Wirtschaft zu schärfen. Ich danke ihm für sein überaus großes Engagement und wünsche ihm für seine private und berufliche Zukunft alles Gute."

Nach der Promotion begann Arno Balzer seine journalistische Karriere 1986 als Redakteur der "Wirtschaftswoche" und wechselte anschließend zum manager magazin. 1991 übernahm er die Leitung des Hauptreferats Wirtschafts- und Finanzpresse bei der Daimler Benz AG in Stuttgart. 1992 kehrte er zum manager magazin zurück und wurde dort 1999 stellvertretender Chefredakteur. Im Juli 2003 wurde Balzer zum Chefredakteur des Wirtschaftsmagazins berufen. Er war außerdem Herausgeber des Harvard Business Managers, der ebenfalls in der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH erscheint, sowie von manager magazin online.

Hintergrund: Anfang des Monats hatte der Spiegel-Verlag einen Medienbericht vehement dementiert, nach dem es Pläne gebe, das "mm" zu verkaufen. Die Spekulationen seien völlig aus der Luft gegriffen, so der Spiegel Verlag damals.

Ihre Kommentare
Kopf

Wolfgang Zehrt

31.07.2013
!

Hat Balzer etwa darauf bestanden, dass hochwertige journalistische Inhalte eine Zukunft haben? Hat er sich geweigert das Format "Manager sucht sexy Sekretärin" als digitales Dating-Portal einzuführen - oder war es doch "Managerin sucht erotischen Büroassistenten?" Oder, noch schlimmer, er war der vorsintflutlichen Auffassung, dass in Premium-Titeln vernünftig bezahlte Redakteure ohne permanente Sorge um den Arbeitsplatz die besten Resultate erzielen? Oder hat der Verlag einfach keine Strategie?


Ulf J. Froitzheim

31.07.2013
!

Herrn Zehrts Fragen sehen aus wie rhetorische, aber es sind angesichts dieser unserer Verlagslandschaft leider berechtigte. Die Antworten wüsste auch ich gerne. Dass er einen der hier persiflierten Irrwege gehen wollte und der Verlag nicht, liegt jedenfalls weit außerhalb meiner Fantasie. Was also war's dann?


Theodor Fruendt

Theodor Fruendt

teamwork text und foto GbR / Büro Paris
Fotograph & Text

31.07.2013
!

Hamburg bekommt ein Operettenhaus und die WAZ Gruppe macht sich über die Rudimente her. Das kommt von dem "verknappt ausdrücken".


Thomas Bauer

Thomas Bauer

TOM-Verlag
Verlagsleiter

31.07.2013
!

Vielleicht hätte er sich nicht mehr im Spiegel ansehen können?

Ist doch klar, die Funke-Gruppe kauft auch das Manager-Magazin, auf Kredit logischerweise. ;-)


Uwe Zappel

Uwe Zappel

Antiquariat Uwe Zappel
Înhaber

01.08.2013
!

Die Kommentare zeigen die Abwesenheit jeden Vertrauens in die Kapitäne der Verlags-Dickschiffe in Deutschland. Woher das wohl kommen mag?


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