"Tagesthemen"-Premiere am Montag: Thomas Roth feilt noch an Abschiedsformel

 

Am kommenden Montag, 5. August, geht's los: Thomas Roth, 61, wird dann zum ersten Mal als Moderator der "Tagesthemen" auf Sendung gehen. Nicht, dass die Premiere nicht schon aufregend genug wäre, muss der ehemalige New Yorker ARD-Korrespondent auch gleich die Herausforderung bewältigen, alle Nachrichten in einer Kurz-Ausgabe in der Halbzeit des DFB-Pokalspiels unterzubringen.

Am kommenden Montag, 5. August, geht's los: Thomas Roth, 61, wird dann zum ersten Mal als Moderator der "Tagesthemen" auf Sendung gehen. Nicht, dass die Premiere nicht schon aufregend genug wäre, muss der ehemalige New Yorker ARD-Korrespondent auch gleich die Herausforderung bewältigen, alle Nachrichten in einer Kurz-Ausgabe unterzubringen, denn die "Tagesthemen" werden in der Halbzeit des DFB-Pokalspiels FC Bayern München gegen BSV Rehden ausgestrahlt.

Bei einem Pressegespräch in Hamburg sagte Roth, dass er nicht nur mit Verantwortung sondern auch mit Demut die neue Stelle antrete. "Ich werde den Stuhl von Hanns Joachim Friedrichs besetzen", so Roth, der für den Moderator, der zwischen 1985 und 1991 die Nachrichtensendung maßgeblich prägte, große Hochachtung empfindet. Roth wurde 1995 mit dem Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis ausgezeichnet. Hanns Joachim Friedrichs hatte sich ihn kurz vor seinem Tod als ersten Preisträger gewünscht.

Roths Vertrag bei den "Tagesthemen" läuft bis zu seinem 65. Geburtstag. Im Wechsel mit Caren Miosga wird er durch die Sendung führen, Ingo Zamperoni wird einspringen, wenn beide verhindert sind. Wie Roth die "Tagesthemen" prägen wird, blieb offen. Großen Veränderungswillen habe er nicht: "Ich bleibe so wie ich bin. Wäre es eine Sendung, mit der ich nicht einverstanden wäre, wäre ich nicht hier", so sein Kommentar dazu. 

Sehbeteiligung wächst

Dass an der Sendung gerade nichts auszusetzen ist, scheinen auch die Zuschauer zu teilen: Lag die Sehbeteiligung 2012 noch bei 2,51 Mio., so ist für 2013 bislang ein Durchschnittswert von 2,56 Mio. Zuschauern (Gesamtbevölkerung ab 3 Jahren) bei einem durchschnittlichen Marktanteil von 11,2% ermittelt worden (Vorjahr: 10,9%).

Roth ergänze das Team, was naturgemäß "das beste ist, was man sich vorstellen kann", "um ein paar Elemente", u.a. dadurch, dass zwischen ihm und Zamperoni 22 Jahre liegen und er die Zulieferung der Korrespondenten-Berichte bereits aus erster Hand kennt. Er möchte die Arbeit mit den ARD-Reportern aus aller Welt weiter intensivieren.

Wie Roth sich künftig von seinen Zuschauern verabschieden werde, daran feile er derzeit noch. Ulrich Wickert, von 1991 - 2006 "Tagesthemen"-Moderator, hatte stets "eine geruhsame Nacht" gewünscht, sein Vorgänger Tom Buhrow sich mit "Morgen ist ein neuer Tag" verabschiedet. Sicher sei, so Roth, dass er seine Premiere am Montag nicht mit den Worten Wickerts vermasseln werde. Dann würde er es sich mit den Fußballfans auch verscherzen, die die zweite Halbzeit sehen wollen.

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