112.000 Euro sind schon in der Crowdfunding-Kasse: Journalisten wollen BVB-Gründungsgeschichte verfilmen

 

Ein Projekt mit hohen Ambitionen: Drei Journalisten wollen einen Film zur Gründungsgeschichte von Borussia Dortmund realisieren. Für das Projekt "Am Borsigplatz geboren - Franz Jacobi und die Wiege des BVB" sammeln sie Geld via Crowdfunding ein. Beachtliche 112.000 Euro sind schon in der Kasse.

Ein Projekt mit hohen Ambitionen: Drei Journalisten wollen einen Film zur Gründungsgeschichte von Borussia Dortmund realisieren. Für das Projekt "Am Borsigplatz geboren - Franz Jacobi und die Wiege des BVB" sammeln sie Geld via Crowdfunding ein. Beachtliche 112.000 Euro sind schon in der Kasse.

Den Film mit einem TV-Sender zu realisieren kam für die BVB-Fans Marc Mauricius Quambusch, Gregor Schnittker und Jan-Henrik Gruszecki nicht in Frage. "Wir wollen keine inhaltlichen Kompromisse machen", sagt Quambusch. Deswegen halte man Crowdfunding für ein gutes Mittel, "um einen Film für Borussen von Borussen zu machen".

250.000 Euro sind das ehrgeizige Ziel

Und die Strategie scheint aufzugehen: Mittlerweile sind auf der Startnext-Unterstützerseite mehr als 112.000 Euro zusammen gekommen - 250.000 Euro sind das Ziel. Allerdings stammt nicht alles aus der Crowd. 50.000 Euro steuerte Borussia Dortmund zum Projekt bei, weitere 5.000 Euro kamen von einem anderen Unternehmen. 

Dennoch: Der Rest wurde eingesammelt und das ist sehr beachtlich. Zum Vergleich: Für die Datenschutz-Doku "st_ry. deine doku." kamen bislang nur etwa 4.700 Euro zusammen - trotz zahlreicher Artikel und Werbemaßnahmen seitens des Betreibers Daniel Bröckerhoff (kress.de vom 30. Mai 2013). Hohe Summen schrecken beim Crowdfunding eher ab - dachte man. 

Historische Szenen sollen nachgestellt werden

Ob die angepeilten 250.000 Euro erreicht werden, ist allerdings unklar. Noch 34 Tage können Fans spenden. Wird die Summe erreicht, planen die Macher mit 3D Animationen und wollen historische Szenen selbst nachstellen. Realisiert wird das Projekt schon bei 120.000 Euro, dann allerdings nur in einer "einfachen Version".

Die Premiere des Films ist jedenfalls für den 20. Juli 2014 eingeplant - da wäre BVB-Gründer Franz Jacobi 126 Jahre alt geworden. 

Viel Medien-Erfahrung bei den Machern

Die Initiatoren selbst sind nicht nur leidenschaftliche BVB-Fans, sie kommen zudem mit einem großen Medien-Know-how daher. Schnittker ist freier Sportjournalist beim ZDF und Moderator der "WDR Lokalzeit aus Dortmund". Gruszecki hat Geschichte und Journalismus studiert und hat in Buenos Aires ein Unternehmen für Stadtführungen mit Fußballhintergrund aufgebaut. Quambusch abeitet seit 20 Jahren im Fernsehbereich, sein letztes Projekt war die "Verrückt nach Fußball"-Reihe im ZDF. 

Gemeinsam mit der Riesenbuhei Entertainment GmbH wollen die Drei den Film "Am Borsigplatz geboren" realisieren. Am Ende sollen mindestens 60 Minuten Videomaterial stehen, "es könnten aber auch 90 Minuten werden", sagt Schnittker in einem Interview mit "N24.de".

Macher entdecken verschollenes Jacobi-Grab

Etwas kurioses erlebten die drei Filmemacher während ihrer Recherche: In Salzgitter fanden sie die Grabstelle des BVB-Gründers Franz Jacobi, diese galt lange als unbekannt. 2010 wurde das Grab zwar offiziell entfernt, bislang wurde es aber nicht neu vergeben. Das Team brachte Verein und die Nachfahren Jacobis zusammen und so kam es dazu, dass Franz Jacobi, sowie seine Ehefrau Lydia, umgebettet wurde - natürlich nach Dortmund

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