Verlage machen künftig ihr eigenes Digital-Ding: Madsack und Funke beenden TheMediaLab

05.08.2013
 

Die Mediengruppe Madsack und die Funke Mediengruppe (ehemals WAZ-Mediengruppe) beenden das Joint Venture TheMediaLab. Grund: Beide Verlage steuern ab sofort ihr Digitalgeschäft direkt vom eigenen Hause aus.

Die Mediengruppe Madsack und die Funke Mediengruppe (ehemals WAZ-Mediengruppe) beenden das Joint Venture TheMediaLab. Grund: Beide Verlage steuern ab sofort ihr Digitalgeschäft direkt vom eigenen Hause aus.

"In diesem strategisch wichtigen Feld wollen wir künftig schneller und stringenter die Möglichkeiten sondieren, deswegen wird dieses von Madsack gegründete Unternehmen jetzt wieder zurück nach Hannover geholt", so Thomas Düffert, Vorsitzender der Madsack-Konzerngeschäftsführung.

Dirk Weipert, Geschäftsführer von TheMediaLab, hat die Beteiligungsgesellschaft offenbar schon längst verlassen, wie "deutsche-startups.de" berichtet. Er sei bereits seit einigen Wochen mit dem Fundersclub unterwegs. 

Das Madsack-MediaLab wurde 2007 mit der Zielsetzung gegründet, neue digitale Geschäftsmodelle zu fördern und die regionale Kompetenz der Verlagshäuser durch vielfältige Beteiligungen an jungen erfolgversprechenden Unternehmen zu erweitern. 2008 stieg die WAZ Mediengruppe ein und die Umbenennung in TheMediaLab erfolgte.

MediaLab hat sich bereits im ersten Quartal dieses Jahres von seinen Beteiligungen am An- und Verkaufsshop "rebuy", "gogol medien" (Myheimat) sowie "kununu" getrennt, einer Online-Plattform für Arbeitgeberbewertungen im deutschsprachigen Raum, die vollständig von der Xing AG übernommen wurde. Beteiligungen wie beispielsweise "MeinProspekt" und "jobturbo" sollen künftig direkt aus der Madsack-Konzernzentrale in Hannover geführt. Die MediaLab-Eigengründung radio.de ist bereits im Mai 2013 in den mehrheitlichen Besitz der Mediengruppe Madsack übergegangen. Zudem wurden Beteiligungen an "Immonet" und "Kimeta" in den vergangenen Monaten bereits direkt von Madsack eingegangen.

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