Kräftiges Wachstum im Digital-Geschäft: Springer soll mit General Atlantic für Scout24 bieten

07.08.2013
 

Die Axel-Springer-Aktie ist am Mittwoch einer der größten Gewinner im MDax. Für gute Stimmung sorgen besser als erwartet ausgefallene Halbjahreszahlen - dank kräftigem Wachstum im Digital-Geschäft. Zudem soll Springer zusammen mit dem US-Finanzinvestor General Atlantic für die Scout24-Gruppe der Telekom bieten.

Die Axel-Springer-Aktie ist am Mittwoch einer der größten Gewinner im MDax. Für gute Stimmung sorgen besser als erwartet ausgefallene Halbjahreszahlen. Zudem soll Springer zusammen mit dem US-Finanzinvestor General Atlantic für die Scout24-Gruppe der Telekom bieten. Springer-Boss Mathias Döpfner sagte dazu auf einer Telefonkonferenz anlässlich der Halbjahreszahlen: Die Scout-Gruppe sei nur interessant, wenn die Bewertung stimme. Angeblich soll die Scout24 mit 1,5 Mrd Euro bewerten worden sein.

Zukäufe im digitalen Geschäftsfeld sind so oder so fest eingeplant. Die Mittel "für eine beschleunigte Digitalisierung" stehen durch den Verkauf der inländischen Regionalzeitungen und Programm- sowie Frauenzeitschriften bereit. Döpfner erklärte, dass die Investitionsprioritäten bei journalistischen Angeboten und Rubrikenmärkten lägen. ProSiebenSat.1 sei keine Option mehr für Axel Springer.

Ergebnisanteil der Digitalen Medien bei rund 45% 

Im ersten Halbjahr 2013 lieferten die Digitalen Medien (wie Immonet und Seloger) die jeweils höchsten Beiträge zu Umsatz und Ergebnis des Konzerns. Während der Anteil der Digitalen Medien am Konzernumsatz rund 40% erreichte, erhöhte sich der Beitrag des Segments zum Konzern-Ebitda auf rund 45%. Axel Springer konnte durch das kräftige Wachstum der Digital-Sparte rückläufige Erlöse im Printgeschäft wettmachen und erzielte einen Konzernumsatz auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Obwohl das Konzern-Ebitda leicht unter dem Vorjahreswert lag, hielt Axel Springer die Profitabilität mit einer Ebitda-Rendite von 18,7 Prozent auf einem hohen Niveau.

Die Springer-Konzernkennzahlen als PDF

"Wir haben zur Zukunftssicherung des Journalismus beigetragen"

Zum spektakulären Verkauf von Zeitungen und Zeitschriften im Wert von 920 Mio Euro an die Funke Mediengruppe erklärte Mathias Döpfner: "Ich verstehe die Ängste, die dieser Schritt unter einigen Journalisten-Kollegen ausgelöst hat. Aber ich bin mir sehr sicher, dass wir dadurch mehr zur Zukunftssicherung des Journalismus beigetragen haben, als diejenigen, die in diesen Tagen so lautstark das Ende des Verlegertums beklagen." Und Döpfner wettete, dass Axel Springer in 5 Jahren eine wesentlich gewichtigere Rolle für Qualitätsjournalismus spiele als heute."

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