Lösung im Bundesliga-Rechte-Streit mit Springer: Sky-App zeigt mindestens vierminütige Spielberichte

09.08.2013
 

Der Streit zwischen Sky Deutschland und Axel Springer um Bundesliga-Übertragungsrechte ist beigelegt. Die Lösung: Sky wird samstags und sonntags mindestens vierminütige Zusammenfassungen der Partien auf Sky Sport News HD und der entsprechenden neuen App zeigen - rund fünf Minuten nach Abpfiff der Spiele. 

Der Streit zwischen Sky Deutschland und Axel Springer um Bundesliga-Übertragungsrechte ist beigelegt. Die Lösung: Sky wird samstags und sonntags mindestens vierminütige Zusammenfassungen der Partien auf Sky Sport News HD und der entsprechenden neuen App zeigen - rund fünf Minuten nach Abpfiff der Spiele. Die Anwendung streamt für 4,49 Euro/Monat das Programm live von Sky Sport News HD auf iPhone und iPad.

Die entsprechenden Internet-Rechte sind im neuen TV-Vertrag mit der DFL geregelt, sie umfassen die Pakete G und H. Freitagsspiele sind darin nicht enthalten. So wird Sky Sport News HD auch keine längere Zusammenfassungen des Eröffnungsspiels zwischen Bayern München und Borussia Mönchengladbach zeigen können. 

Sky kommt damit der Forderung der DFL nach, die in ihrer jüngsten Mitteilung zum Rechte-Gerangel klarstellte, dass der Pay-TV-Anbieter "keine lineare kurze Berichterstattung zur Bundesliga" auf seiner neuen App anbieten dürfe. Das entscheidende Wort ist demnach "kurz", der TV-Vertrag definiert es als unter vier Minuten. 

Sky wollte ursprünglich kurze Ausschnitte zwischen 10 und 40 Sekunden pro Match auf Sky Sport News HD zeigen. Der Bezahlsender stellt auch klar, das man künftig keine Internet-Sportschau sende, weil nur die ARD eine "Sportschau" (Samstags, ab 18:30 Uhr) mache. 

Axel Springer hat von der DFL das Rechtepaket M gekauft und daraus das Angebot "Bundesliga bei Bild" gemacht. Dort ist der Fußball-Fan selbst Regisseur, kann sich seine Programm für monatlich 7,98 Euro (in Kombination mit "Bild Plus") zusammenstellen. Die Bundesliga-Internet-Clips mit einer Länge von 90 Sekunden bis sechs Minuten sind im TV-Vertrag als non-lineare oder on demand abrufbare Berichte definiert. Sie sind eine Stunde nach Abpfiff der Spiele abrufbar.

Axel Springer erklärte gegenüber kress: "Es ist gut, dass die DFL unmissverständlich erklärt hat, dass exklusive Verwertungsrechte klar Bestand haben und nicht von anderen Rechteinhabern verletzt werden dürfen. Wir bauen auf die DFL, dass sie alle Angebote, die unser Recht auch nur im Ansatz beschädigen oder beeinträchtigen, entsprechend ihrer eigenen Aussage konsequent unterbindet."

Am vergangenen Mittwoch hatte Springer-Boss Mathias Döpfner gesagt, dass er sich sehr sicher sei, dass die Liga die Angelegenheit bis zum Start der 1. Bundesliga zugunsten von Springer kläre. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass die DFL das Vorgehen von Sky billigt", so Döpfner. "Alles andere wäre Rechtsbruch."

Sky-Konzernchef Brian Sullivan reagierte gelassen: Man suche keinen Streit. Was man suche, seien langfristige Partnerschaften. Sky und Springer kooperieren bei der TV-Zeitschrift "TV Digital".

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