Anwalt bereitet angeblich schon Klage vor: Hoeneß soll gegen "stern"-Bericht vorgehen

09.08.2013
 

Uli Honeß setzt sich gegen neue Vorwürfe in der Steueraffäre zur Wehr. Der "stern" hatte in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, Hoeneß habe in der Schweiz angeblich weit höhere Summen versteckt als bislang bekannt gewesen sei. Hoeneß wies die Anschuldigungen zurück.

Uli Honeß setzt sich gegen neue Vorwürfe in der Steueraffäre zur Wehr. Der "stern" hatte in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, Hoeneß habe in der Schweiz angeblich weit höhere Summen versteckt als bislang bekannt gewesen sei. Zudem habe er möglicherweise Konten bei unterschiedlichen Geldhäusern in der Schweiz unterhalten. Der FC-Bayern-Präsident wies die Anschuldigungen zurück. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (Freitagsausgabe) soll sein Anwalt Unterlassungserklärungen verlangt haben und eine Klage vorbereiten.

Hoeneß soll am Donnerstag am Rande des Charity-Golfcups von Bayern München von "ungeheuerlichen Unterstellungen" gesprochen haben, die er sich "nicht mehr bieten lassen" wolle. Er habe seinen Hamburger Anwalt Michael Nesselhauf beauftragt, "gegen diesen Wahnsinn vorzugehen" und eine Klage vorzubereiten.

Nach Informationen der "SZ" soll Nesselhauf von dem Autoren der "stern"-Geschichte und von der Vorstandsvorsitzenden von Gruner+Jahr, Julia Jäkel, in deren Verlag das Magazin erscheint, Unterlassungserklärungen verlangt haben. Gleichzeitig soll offenbar eine Klage in der Hauptsache bei Gericht angestrengt werden. Es sei zu vermuten, dass Hoeneß in mindestens drei Punkten gegen den Bericht vorgehe, schreibt "SZ"-Autor Hans Leyendecker.  

Hoeneß setzt sich mittlerweile offensiv gegen Darstellungen in Medien zur Wehr. So will er beispielsweise im Streit mit dem Magazin "Focus" eine Unterlassungserklärung und eine Richtigstellung erreichen. Auch geht er gegen die Behauptung vor, er sei von den Ermittlern abgehört worden. Der Streit wird vor einer Pressekammer ausgetragen.

Der "stern" kommentiert derweil auf seiner Webseite: Hoeneß drohe, Klarheit in die Sache bringe er aber nicht:

In seiner aktuellen Erklärung von diesem Donnerstag blieb Hoeneß nur vage und sprach in Bezug auf die Angaben des Hinweisgebers von "ungeheuerlichen Unterstellungen". Dabei hätte Hoeneß selbst längst Licht ins Dunkel bringen können, er hat es nicht getan. Derstern hatte Hoeneß bereits am vergangenen Freitag eine Reihe von Fragen zur Höhe der Summe sowie zur Herkunft des Geldes zukommen lassen und ihm Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben. Ob es zutreffe, dass sich die Beträge auf seinem Schweizer Konto zweitweise auf rund 500 Millionen Schweizer Franken summiert hatten, wurde er gefragt. Oder ob er mit Wertpapieren eines Bayern-Sponsors gehandelt habe. Hoeneß' Presseanwalt hatte eine inhaltliche Stellungnahme zu all diesen Fragen abgelehnt. Und auch jetzt gibt Hoeneß keine Antworten.

Ihre Kommentare
Kopf

Migodu

09.08.2013
!

Die Empörung des Herrn Hoeneß wirkt sehr gespielt. Wenn an den in Frage stehenden Vermutungen nichts dran ist, fragt man sich, warum er nicht schon im April 2013 dagegen angegangen ist. Damals berichtete die Abendzeitung im Kern das gleiche, worauf Herr Hoeneß lapidar bemerkte "Ihre Quelle liegt falsch"


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