Quoos-Stellvertreterin und Kultur-Chefin: Carin Pawlak verlässt "Focus" mit sofortiger Wirkung

14.08.2013
 

"Focus"-Chefredakteur Jörg Quoos baut seine Führungsriege um. Carin Pawlak, seit 2011 stellvertretende Chefredakteurin und Ressortleiterin Kultur & Leben, verlässt das Magazin "im gegenseitigen Einvernehmen". Einen entsprechenden Bericht der "SZ" hat Hubert Burda Media auf kress-Anfrage bestätigt.

"Focus"-Chefredakteur Jörg Quoos baut seine Führungsriege um. Carin Pawlak, seit 2011 stellvertretende Chefredakteurin und Ressortleiterin Kultur & Leben, verlässt das Magazin "im gegenseitigen Einvernehmen". Einen entsprechenden Bericht der "SZ" (Mittwochsausgabe) hat Hubert Burda Media auf kress-Anfrage bestätigt. Pawlak ist ab sofort nicht mehr für den "Focus" tätig. Angebliche atmosphärische Störungen zwischen Quoos und seiner Stellvertreterin, von denen die "SZ" schreibt, will Burda gegenüber kress nicht bestätigen.

Pawlaks Posten wird nicht nachbesetzt, die zwei Stellvertreter Markus Krischer und Gerald Selch verbleiben. Pawlak hat 1997 beim "Focus" angefangen, im Ressort Reportage/Brennpunkt. Ab 1999 leitete sie das Ressort Reportage, von 2010 bis 2011 das Ressort Menschen. Seit Oktober 2011 ist sie Ressortleiterin Kultur & Leben.

Quoos, seit 1. Januar Chefredakteur, und sein Team entwickeln das Magazin nach und nach weiter. Kleinere Rubrikenänderungen hier, Veränderungen bei der Bildsprache dort. Von einem Relaunch will in München aber keiner sprechen. Die Berliner Design-Agentur Kircher Burkhardt berät den "Focus" bei den Kreativ-Arbeiten, soll Inspirationen liefern.

Seit Kurzem muss sich der "Focus" auch einem Schlankheitsprogramm unterziehen: Über Abfindungsregelungen möchte sich der Verlag kress-Infos zufolge von rund zehn Prozent der Mitarbeiter trennen (kress.de vom 16. Juli 2013). Ziel ist offenbar, den Personalstand wieder auf das Niveau von Ende 2011 zurückzufahren, nachdem zuletzt Mitarbeiter eingestellt wurden. "Es trifft zu, dass der Verlag mit einigen Redaktionsmitgliedern Gespräche führt, um individuelle, einvernehmliche und möglichst sozialverträgliche Lösungen für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu finden", heißt es bei Burda. "Das ist nichts Ungewöhnliches, nachdem seit 2012 in der Redaktion mehr als zehn Prozent Stellen aufgebaut wurden, insbesondere um die mobilen Angebote und das Hauptstadtbüro zu stärken."

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