"Netzökonomie"-Blogger Holger Schmidt: Engagement-Rate auf Facebook-Markenseiten sinkt rapide

19.08.2013
 

Holger Schmidt hat auf seinem "Netzökonomie-Blog" die Engagement-Raten der großen Marken auf Facebook unter die Lupe genommen. "Seit einem Jahr werden die Pages von Unternehmen und Promis seltener eingeblendet und entsprechend geringer ist das Engagement der Nutzer dort", so der "Focus"-Korrespondent.

Holger Schmidt hat auf seinem "Netzökonomie-Blog" die Engagement-Raten der großen Marken auf Facebook unter die Lupe genommen. "Seit einem Jahr werden die Pages von Unternehmen und Promis seltener eingeblendet und entsprechend geringer ist das Engagement der Nutzer dort", so der "Focus"-Korrespondent.

Das Engagement der Nutzer, das sich in Kommentaren oder Klicks ausdrückt, sei auf vielen Seiten von Prominenten oder Unternehmen in den vergangenen zwölf Monaten "gefährlich gefallen". Dies hätten Berechnungen des Analyseunternehmen Socialbakers für "Focus" ergeben. Diese Engagement-Rate wird als Verhältnis zwischen den Interaktionen (Likes, Kommentare, Shares), die auf die Posts eines Tages entfallen, und der Gesamtzahl der Fans einer Seite berechnet.

Zum Beispiel ist dem Bericht zufolge die Engagement-Rate der Fans des Fußballers Mesut Özil seit dem vergangenen August um 78 Prozent eingebrochen, bei McDonalds Deutschland waren es 66 Prozent. Selbst die Doku-Soap "Berlin Tag & Nacht" kann nur noch 0,6 Prozent ihrer Fans zur Interaktion mit einem Beitrag im Netzwerk begeistern, 16 Prozent weniger als im Vorjahr.

"Sind die Nutzer gelangweilt, können die Prominenten oder Unternehmen auf zwei Arten reagieren: mehr Werbung schalten, um ihre Beiträge am Filter vorbei auf die begehrten Plätze zu hieven – oder Facebook aus Frust den Rücken kehren, weil sich ein Engagement nicht mehr lohnt", so Holger Schmidt. Letzterem müsse die Zuckerberg-Firma entgegen steuern.

Verweildauer auf Facebook bleibt konstant

Die tägliche Facebook-Zeit der Nutzer bleibe dagegen konstant. In Deutschland verbringen die rund 26 Millionen Nutzer laut "Focus" im Schnitt etwa 27 Minuten am Tag auf den Seiten des Netzwerks; Jugendliche sind mit etwa 31 Minuten noch etwas länger dort aktiv. Hochgerechnet entfalle etwa ein Fünftel der Online-Zeit allein auf das weltgrößte Netzwerk.

Hintergrund: Facebook zeigt im Newsfeed die Beiträge der Freunde sowie der Unternehmen und Promis, die ein Nutzer mag. Allerdings nicht alle Beiträge. Ein Algorithmus wählt aus durchschnittlich 1500 Beiträgen, die normalerweise auf einen Nutzer pro Tag einprasseln würden, 300 aus, die für den Nutzer besonders relevant sein sollen.

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