"Spiegel"-Interview: Olli Dittrich will bei der ARD nur zweimal pro Jahr ran

25.08.2013
 

Der Comedian Olli Dittrich ("Dittsche") soll bei der ARD zwar groß rauskommen, wie das Erste jüngst verkündete. Dittrich selbst glaubt aber allenfalls an "zwei Sendungen pro Jahr", wie er dem "Spiegel" in einem Interview sagt. Seine im Frühjahr gezeigte Parodie-Pretiose "Frühstücksfernsehen" solle 

Der Comedian Olli Dittrich ("Dittsche") soll bei der ARD zwar groß rauskommen, wie das Erste jüngst verkündete. Dittrich selbst glaubt aber allenfalls an "zwei Sendungen pro Jahr", wie er dem "Spiegel" in einem Interview sagt. Seine im Frühjahr gezeigte Parodie-Pretiose "Frühstücksfernsehen" solle "ein Unikat bleiben und gleichzeitig der Auftakt einer Reihe von Persiflagen sein, die sich monothematisch typischen Fernsehgenres widmet". Dittrich: "Ich möchte möglichst viele verschiedene Rollen spielen, die großartige Cordula Stratmann soll stets einen besonderen Part übernehmen."

Auf die "Spiegel"-Aussage, dass Dittrich bislang in der ARD mitunter eher geduldet als gefördert wirkte, antwortet er: "Ich glaube, das gehört schon irgendwie zu mir: dass ich es mir nicht so leicht mache und es daher oft auch nicht so leicht habe. Und auch wenn ich mir für 'Dittsche' manchmal eine bessere Plattform gewünscht hätte, sehe ich das absolut sportlich."

Dittrich ist ab 5. September in seiner ersten großen Kino-Hauptrolle zu sehen: In "König von Deutschland" von Helmut-Dietl-Sohn David spielt er den absoluten Durchschnittsdeutschen Thomas Müller. "Ich spiele gern kleine Leute", so Dittrich, "und habe außerdem so ein Allerweltsgesicht, das für die Dynamik der Figur sehr hilfreich ist."

Bisweilen plagten selbst den vielfach preisgekrönten Künstler noch Existenzängste, so Dittrich weiter: "Weil sich das Medium Fernsehen nun mal um junge Zielgruppen dreht, fragt man sich schon: Wie altert man im TV eigentlich in Würde?"

Hintergrund: ARD-Programmdirektor Volker Herres sagte vor zwei Wochen im Interview mit dem "Focus": "Olli Dittrich hat mit 'Frühstücksfernsehen' eine grandiose Parodie mit Loriot´schen Qualitäten hingelegt. Wir wollen weiter zusammenarbeiten. Wir sind sozusagen verlobt. Dittrich hat eine ganze Reihe von Ideen für weitere Parodien. Es wird von ihm mehr geben als 'Frühstücksfernsehen'."

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