Weil die KG "faulem Kompromiss" zugestimmt hat: "Spiegel"-Redaktion drängt Wellershoff & Latsch zum Rücktritt

 

Mehr als 160 "Spiegel"-Mitarbeiter, darunter auch der stellvertretende Chefredakteur, Klaus Brinkbäumer, und fast das gesamte Hauptstadt-Büro haben am Donnerstag eine Liste unterzeichnet, mit der sie Marianne Wellershoff und Gunther Latsch, den beiden Vertretern innerhalb der fünfköpfigen Spitze der Mitarbeiter KG, das Vertrauen entziehen. Das berichtet Ulrike Simon in der "Berliner Zeitung".

Mehr als 160 "Spiegel"-Mitarbeiter, darunter auch der stellvertretende Chefredakteur, Klaus Brinkbäumer, und fast das gesamte Hauptstadt-Büro haben am Donnerstag eine Liste unterzeichnet, mit der sie Marianne Wellershoff und Gunther Latsch, den beiden Vertretern innerhalb der fünfköpfigen Spitze der Mitarbeiter KG, das Vertrauen entziehen. Das berichtet Ulrike Simon in der "Berliner Zeitung".

Wellershoff und Latsch werden also zum Rücktritt gedrängt. Anlass sei das Verhalten der KG, die einem "faulen Kompromiss" zugestimmt habe, gegen den Willen aller Ressortleiter den "Bild"-Mann Nikolaus Blome als "Mitglied der Chefredaktion" und Leiter des Hauptstadtbüros zum "Spiegel" zu holen (kress.de vom 28. August 2013).

Um die KG formal abzusetzen, bedürfe es der schriftlichen Erklärung von zwei Drittel aller rund 800 stillen Teilhaber, darunter viele Verlagsangestellte, schreibt Simon weiter. Ob Latsch und insbesondere Wellershoff zurücktreten, bleibt abzuwarten.

Am 16. September ist Gesellschafterversammlung. Doch auch eine Neuwahl ändert nichts daran, dass Wolfgang Büchner neuer "Spiegel"-Chefredakteur ist und Blome kommen wird. Der nächste Konflikt dürfte aufbrechen, sobald Büchner beginnt, die Ressortleitungen neu zu besetzen, so Simon.

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