Gegenprogramm zu stark: Sat.1 verschiebt die Fernsehpreis-Ausstrahlung

 

Eklat beim Deutschen Fernsehpreis: Weil Das Erste und RTL vermeintlich zu starke Programme am Donnerstag, 3. Oktober, zeigen, verzichtet Sat.1 an diesem Tag auf eine Ausstrahlung des Deutschen Fernsehpreises. Stattdessen ist die Verleihung am 4. Oktober zu sehen, aber erst ab 22:15 Uhr.

Eklat beim Deutschen Fernsehpreis: Weil Das Erste und RTL vermeintlich zu starke Programme am Donnerstag, 3. Oktober, zeigen, verzichtet Sat.1 an diesem Tag auf eine Ausstrahlung des Deutschen Fernsehpreises. Stattdessen ist die Verleihung am 4. Oktober zu sehen, aber erst ab 22:15 Uhr. 

Wie der "FAZ"-Medienexperte Michael Hanfeld schreibt, fühlt man sich bei der ProSiebenSat.1-Gruppe düpiert von dem Verhalten von RTL und ARD. Bisher sei es ein unausgesprochenes Gentlemen's Agreement gewesen, vermeintlich beliebte Formate nicht gegen den Fernsehpreis zu senden. ARD und RTL gehören ebenso wie die ProSiebenSat.1-Gruppe und das ZDF zu den Stiftern des Deutschen Fernsehpreises.

Das Problem ist wohl der Tag an sich: Der 3. Oktober, Tag der Deutschen Einheit, ist als Feiertag bei den Sendern immer beliebt, um besondere Formate zu zeigen. Daher setzt RTL in diesem Jahr auf sein Event-Movie "Helden" mit Hannes Jaenicke, Heiner Lauterbach, Christine Neubauer, Yvonne Catterfeld und weiteren bekannten Schauspielern. Das Erste zeigt an diesem Abend "Das ist Spitze!" mit Kai Pflaume, eine Neuauflage der Unterhaltungsshow "Dalli Dalli" (kress.de vom 13. August 2013).

Ob es allerdings für den Fernsehpreis sinnvoll ist, die Preisverleihung erst am 4. Oktober zu zeigen, noch dazu ab 22:15 Uhr, ist fraglich. Die Gewinner dürften dann schon größtenteils durchgesickert sein, die Verleihung findet schließlich schon zwei Tage vorher, am 2. Oktober, statt. 

Der Fernsehpreis ist kein Quotenbringer

Aus Quotensicht macht der späte Sendeplatz durchaus Sinn. Der Fernsehpreis ist selten für hohe Marktanteile gut. Als Sat.1 die Gala vor vier Jahren zuletzt zeigte, waren nur 1,3 Mio Zuschauer mit dabei. Der Marktanteil in der jungen Zielgruppe lag bei miesen 6,9% (kress.de vom 27. September 2009).

Moderiert wird der Deutsche Fernsehpreis in diesem Jahr von Cindy aus Marzahn und Oliver Pocher, den neuen Sat.1-Allzweckwaffen. Die beiden präsentieren ab dem 13. September auch "Promi Big Brother" (kress.de vom 27. Juni 2013). Am 3. Oktober setzt Sat.1 nun übrigens lieber auf die US-Serie "Criminal Minds".

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