ProQuote kritisiert Tuma-Personalie: "Frauenquote beim Handelsblatt ein PR-Gag?"

 

Am Montag gab das "Handelsblatt" bekannt, dass Thomas Tuma zum nächstmöglichen Zeitpunkt Vize-Chef wird. Die "Handelsblatt"-Führung besteht damit künftig aus drei Männern. Das passt dem Verein ProQuote so gar nicht. Man staune über den Aufstieg von Quotengegner Tuma, heißt es in einem Schreiben.

Am Montag gab das "Handelsblatt" bekannt, dass Thomas Tuma zum nächstmöglichen Zeitpunkt Vize-Chef wird und damit den Platz von Michael Inacker einnimmt. Die "Handelblatt"-Führung besteht damit künftig aus drei Männern: Chefredakteur Hans-Jürgen Jakobs sowie seinen beiden Stellvertretern Tuma und Sven Afhüppe. Das passt dem Verein ProQuote so gar nicht. Man staune über den Aufstieg von Quotengegner Tuma, heißt es in einem Schreiben.

"War die Frauenquote, die der heutige Herausgeber Gabor Steingart 2011 dem Handelsblatt als erster Zeitung in Deutschland verordnete, nur ein PR-Gag?", fragt ProQuote-Vorsitzende Annette Bruhns. Jetzt stehe nicht nur ein Männer-Trio an der Spitze, sondern auch einer der profiliertesten Quotengegner der Republik. "Das mag man für Meinungspluralität halten, Diversität sieht anders aus", so Bruhns weiter. Tuma hatte, so ProQuote, im Mai in einem Essay ProQuote als Lobby in eigener Sache gebrandmarkt.

Der Verein ProQuote fordert seit Anfang 2012 eine Frauenquote von 30% am Führungspersonal in Redaktionen (kress.de vom 27. Februar 2012). In einem offenen Brief griffen die Journalistinnen damals ein Zitat von Gabor Steingart auf: Der sagte mal, dass Frauen nicht das Problem sondern die Lösung seien.

Ihre Kommentare
Kopf

Bernd Schwintowski

10.09.2013
!

Nur weiter so: Warum z.B werden am Wochenende wieder 22 Männer gegeneinander Fußball spielen? Ich fordere auch bei Fußball-Teams eine 30-Prozent-Quote. Da gibt es noch viel zu tun für die Aktivistinnen bei ProQuote. Und wenn dann alles geregelt ist, können wir uns um die Gleichberechtigung für Männer kümmern. Z.B. bei ProQuote.


AKS

10.09.2013
!

@ Bernd Schwintowski: Was ist denn das für ein blöder Vergleich? Da Frauen beim Fussball in ihrer eigenen Liga spielen, braucht's da wohl kaum eine Quote und müssten wir nach dieser Logik dann demnächst auch getrennte Wirtschaftszeitungen für Männer und Frauen einführen...? Oder wie soll ich das verstehen?


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