Erfolgreichstes deutsches Crowdfunding-Projekt: Schon 184.181 Euro für BVB-Film gesammelt

 

Die Crowdfunding-Aktion dreier Journalisten, die die Gründungsgeschichte des BVB verfilmen wollen, zieht immer größere Kreise. Inzwischen sind 184.181 Euro in der Kasse, so viel sammelte bislang kein anderes Crowdfunding-Projekt ein.

Die Crowdfunding-Aktion dreier Journalisten, die die Gründungsgeschichte des BVB verfilmen wollen, zieht immer größere Kreise. Inzwischen sind 184.181 Euro in der Kasse, so viel sammelte bislang kein anderes Crowdfunding-Projekt ein. 

Als erfolgreichstes Projekt galt bislang "nichtlustig.tv", das auf 183.114 Euro kam. Da liegt die BVB-Doku nun leicht drüber, hat aber noch ein paar Wochen Zeit, um sich abzusetzen. Die eigentliche Summe liegt ohnehin viel höher: Bereits getätigte Zusagen, aber noch nicht eingegangene Zahlungen, treiben die Crowdfunding-Summe auf bislang über 200.000 Euro. 

"Wir sind unfassbar stolz, dass dieses Projekt so gut angenommen wurde. Auf allen Ebenen haben Fans des BVB zum Gelingen beigetragen und so schon jetzt ein riesiges Gemeinschaftsprojekt entstehen lassen. Wir sind sozusagen gemeinsam deutscher Crowdfunding-Meister geworden", sagt Jan-Henrik Gruszecki, einer der drei treibenden Köpfe hinter dem Projekt. 

Insgesamt haben bislang 2388 Personen das Projekt auf Startnext unterstützt. Allerdings stammt das Geld nicht allein aus der Crowd: Borussia Dortmund selbst hat 50.000 Euro beigesteuert und viel Werbung betrieben. Ein anderes Unternehmen zahlte 5.000 Euro. 

Filmpremiere ist für den 20. Juli 2014 eingeplant

Als Ziel haben die Macher 250.000 Euro angegeben. Dann werde man auch 3D Animationen anfertigen und historische Szenen selbst nachstellen. Dass der Film kommt, ist schon fix: Die Schwelle dafür lag bei 120.000 Euro. Sollte das endgültige Ziel nicht erreicht werden, mache man eine "einfache Version". Die Premiere des Films ist für den 20. Juli 2014 eingeplant - da wäre BVB-Gründer Franz Jacobi 126 Jahre alt geworden. 

Startnext-Geschäftsführerin Anna Theil freut sich über den Erfolg der Aktion und gratuliert den Machern: "Die Unterstützung des Films von schon über 2300 Unterstützen und einigen Sponsoren zeigt, welche Möglichkeiten in Crowdfunding stecken. Wir sind uns sicher, dass Crowdfunding noch vielen Kreativen neue Chancen eröffnen wird."

Eine Kooperation mit einem TV-Sender kam für Marc Mauricius Quambusch, Gregor Schnittker und Jan-Henrik Gruszecki nicht in Frage. "Wir wollen keine inhaltlichen Kompromisse machen", sagt Quambusch. Deswegen halte man Crowdfunding für ein gutes Mittel, "um einen Film für Borussen von Borussen zu machen".

Fußball-Crowdfunding sehr beliebt

Überhaupt scheint das Thema Fußball ein gutes Pflaster für Crowdfunding-Aktionen zu sein. Das Projekt "Fortunas Legenden - Tradition kann man nicht kaufen!" erzielte Anfang des Jahres ebenfalls ganz starke 90.262 Euro - 60.000 waren angepeilt. 

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