"Gebe Ihren Vorschlag gerne an meinen Vermieter weiter": Blogger antwortet auf "HuffPo"-Autorenanfrage

 

Die deutsche "Huffington Post" macht sich schon vor dem Start am 10. Oktober bei einigen Bloggern unbeliebt. Redakteure des Online-Angebots werden wohl dazu angehalten, deutsche Blogger per Mail für die "HuffPo" zu gewinnen. Für die Artikel bekommen die Blogger allerdings kein Geld, sondern nur eine "schöne Reichweite". 

Die deutsche "Huffington Post" macht sich schon vor dem Start am 10. Oktober bei einigen Bloggern unbeliebt. Redakteure des Online-Angebots werden wohl dazu angehalten, deutsche Blogger per Mail für die "HuffPo" zu gewinnen. Für die Artikel bekommen die Blogger allerdings kein Geld, sondern nur eine "schöne Reichweite".

Die Texte der Blogger dürfen vor der Veröffentlichung in der "HuffPo" nirgends im Netz zu finden sein, können danach aber zweitverwertet werden. Verlinkungen zum eigenen Blog sind erlaubt und auch eine Autorenseite bei der "HuffPo" ist für die Blogger drin.

Eine auf Twitter veröffentliche derartige Anfrage von "Huffington Post"-Redakteur Tobias Fülbeck wurde prompt auf eine nicht unlustige Art beantwortet. "Ich gebe Ihren Vorschlag gern an meinen Vermieter, den Lebensmittelhändler, den Tankwart und die Telekom weiter", schreibt der Blogger Kai Petermann. "Vielleicht kann ich in Zukunft dort ja ebenfalls ohne Bezahlung alle nötigen Dinge bekommen."

Kritik zum Honorarmodell der deutschen "HuffPo" äußerte der Deutsche Journalisten Verband schon im Frühjahr. "Auf einen vermuteten Werbeeffekt zu setzen als Rechtfertigung dafür, dass Journalisten für ihre Arbeit nicht angemessen bezahlt werden, ist inakzeptabel."

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