Sat.1 gewinnt am Donnerstagabend: ARD und ZDF scheitern mit "Berliner Runde"

 

Kurz vor der Bundestagswahl haben ARD und ZDF den Polittalk "Berliner Runde" ins Programm genommen, erfolgreich waren sie damit nicht. Im Ersten sahen nur 2,59 Mio Menschen (8,7%) zu, im ZDF gar nur 1,41 Mio (4,8%). Bei den jungen Zuschauern lief es noch schlechter.

Kurz vor der Bundestagswahl haben ARD und ZDF den Polittalk "Berliner Runde" ins Programm genommen, erfolgreich waren sie damit nicht. Im Ersten sahen nur 2,59 Mio Menschen (8,7%) zu, im ZDF gar nur 1,41 Mio (4,8%). Bei den jungen Zuschauern lief es noch schlechter.

Lediglich 4,7% der 14- bis 49-Jährigen entschieden sich für die Diskussionsrunde mit Bettina Schausten und Ulrich Deppendorf. Das ZDF erreichte 2,8%. Zwei Sender waren für eine Politsendung definitiv zu viel. Vielleicht liegen die schlechten Quoten aber auch daran, dass es in der Sendung nur das übliche Politiker-Gesäusel zu hören gab. 

Deutlich besser lief es im Anschluss für das ZDF mit "maybrit illner", die mit "Wirtschaftswoche"-Chefredakteur Roland Tichy, "Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo, "Focus"-Chefredakteur Jörg Quoos, Franziska Augstein und Hajo Schumacher diskutierte und bewiesen hat, dass Talkshows auch ohne Politiker gut funktionieren - sowohl inhaltlich wie auch aus Quotensicht. 2,34 Mio Zuschauer ab drei Jahren sorgten für 12,1% Marktanteil. 

Die meisten Zuschauer in der Primetime unterhielt unterdessen Sat.1 mit einer Folge "Criminal Minds", die 3,40 Mio Menschen sehen wollten. Bei den Zuschauern zwischen 14 und 49 Jahren führte das zu starken 15,5% Marktanteil. "Crossing Lines" konnte das gute Niveau im Anschluss nicht ganz halten und landete bei 2,79 Mio Gesamtzuschauern und 11,4% in der Werbe-Zielgruppe. 

Georgina-Rummel hilft "Promi Big Brother" nur bedingt

Schwer tut sich weiterhin "Promi Big Brother", das sich aber von dem schlechten Wert am Mittwoch wieder etwas erholen konnte und 11,5% Marktanteil erzielte. Der ganze Rummel um David Hasselhoff und Georgina hat anscheinend nicht dabei geholfen, die Quoten entscheidend nach vorn zu treiben. 

Leicht bergauf ging es auch für die neue RTL-Serie "Doc meets Dorf", die am Donnerstag auf 14,3% bei den Unter-50-Jährigen kam, 1,62 Mio aus der Zielgruppe schalteten ein. Die zwei 30-Minüter "Christine. Perfekt war gestern" und "Sekretärinnen - Überleben von 9 bis 5" brachten es im Anschluss aber nur auf schwache 11,4% und 12,5%. ProSieben landete mit dem Spielfilm "Meine erfundene Frau" knapp dahinter, 1,28 Mio junge Zuschauer schalteten ein uns bescherten dem Sender 11,7%.

Europa League verhilft kabel eins zur Zweistelligkeit

Für kabel eins erwies sich das erste Europa-League-Spiel dieser Saison als Glücksgriff. 0,90 Mio junge Zuschauer im Alter zwischen 14 und 49 Jahren wollten die erste Halbzeit zwischen dem SC Freiburg und Slovan Liberec sehen, der Marktanteil in der Zielgruppe lag bei guten 7,7%. Die zweiten 45 Minuten steigerten sich im Anschluss sogar auf starke 10%. 

Trotz dieser guten Werte musste kabel eins die Kollegen von RTL II ziehen lassen. "Die Kochprofis" kamen dort zur besten Sendezeit auf 1,04 Mio junge Zuschauer und 9,2% Marktanteil. "Frauentausch" holte ebenfalls gute 8,7%. Bei Vox unterhielten die "Oceans Eleven" exakte eine Mio Zuschauer, das reichte für 9,1%. 

"Tatort"-Wiederholung treibt WDR-Quoten

Ganz stark präsentierte sich der WDR mit dem München-"Tatort: Unsterblich schön" aus dem Jahr 2010. Durchschnittlich 2,03 Mio Zuschauer sorgten für 6,8% Marktanteil beim Gesamtpublikum. Bei den 14- bis 49-Jährigen kam der Krimi auf 3%. Normalerweise liegt der WDR in den beiden Zuschauergruppen bei etwa 2,6% (gesamt) und 1,2% (14-49). 

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