Neue Crossmedia-Kombi starklar: Medienhaus Deutschland holt Web-Vermarktung ins Boot

 

"Wirkung ist die persönliche Relevanz", sagt Matthias Schönwandt, Geschäftsführer des noch jungen Tageszeitungsvermarkters Medienhaus Deutschland. Zu den rund 14,2 Mio Print-Lesern, die sein Verbund abdeckt, zu dem unter anderem Funke, DuMont und die Verlagsgruppe Rhein Main zählen, nimmt er nun in Kooperation mit der OMS rund sechs Mio Ad-Impressions von 270 Newsseiten hinzu. 

"Wirkung ist die persönliche Relevanz", sagt Matthias Schönwandt, Geschäftsführer des noch jungen Tageszeitungsvermarkters Medienhaus Deutschland. Zu den rund 14,2 Mio Print-Lesern, die sein Verbund abdeckt, zu dem unter anderem Funke, DuMont und die Verlagsgruppe Rhein Main zählen, nimmt er nun in Kooperation mit der OMS rund sechs Mio Ad-Impressions von 270 Newsseiten hinzu. 

Das neue Crossmedia-Angebot nennt Schönwandt "Premium hoch 2". Es will damit punkten, dass nicht nur rund 20 Millionen Kontakte erreicht werden können - sondern natürlich für die Werbeindustrie besonders attraktive Leser. Die Tageszeitungskombi erreicht angeblich rund 80 Prozent Haushalte mit einem Nettoeinkommen von 3000 Euro und mehr. Entsprechende Zielgruppe sollen über Online-Targeting angesteuert werden. 

Facebook-Fans der Tageszeitungen stärker einbinden

"Qualität geht auch crossmedial", so die neue Medienhaus-Deutschland-Devise. "Und bei uns vor allem wirtschaftlich", sagt Schönwandt. Zusätzlich zu den Online-Seiten, auf denen er Anzeigenformate wie die "Halfpage AD", das "Wallpaper" oder den übergreifenden "Branding Day" im Angebot hat, möchte er auch die Facebook-Präsenzen "seiner" Tageszeitungen einbinden. Rund 400.000 Fans können über das Angebot "Facebook Dialog" über eigene Landing Pages erreicht werden. 

Verlags- und Agentur-intern trommelt der neue Medienhaus Deutschland-Verband derzeit mit einer landesweiten Roadshow und einem originellen Werbe-Trailer. Dort wird auf die welthistorische Bedeutung von Zeitungsnachrichten hingewiesen - und die daher so attraktiven Anzeigenbuchungen im "Parkett erste Reihe rechts", so Schönwandt. Das Motto des Clips lautet: "Was auf der Welt passiert, passiert für Ihre Werbung."

Springer-Titel wechseln auch im Medienhaus ins Funke-Lager

Dennoch steht der Zeitungsvermarktungsverbund, der intern gerne etwas pompös als "G8" bezeichnet wird, weil acht Verlagshäuser dahinter stehen, auf etwas wackeligem Fundament. Vorbehaltlich der kartellrechtlichen Prüfungen dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis die Berücksichtigung der Springer-Titel "Hamburger Abendblatt" und "Berliner Morgenpost" in den Funke-Topf wechseln. Aus den "G8" würde dann eine "G7".

Zu Plänen, ob sich das Medienhaus Deutschland auch einmal erweitern könnte - etwa mit überregionalen Titeln, ließ sich Schönwandt in München nichts Konkretes entlocken. Nur soviel: "Es ist kein Geheimnis, dass es Überlegungen gibt, das Angebot TZ Premium in kaufkraftstarken Regionen zu erweitern", sagte er.

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