Neues Design, doppelt so viele Eigenproduktionen: DMAX putzt sich raus und bläst zur Programmoffensive

 

Selbstbewusstsein ist bei DMAX ein Einstellungskriterium: Im Juli und August erreichte der Männersender bereits 1,8% Marktanteil bei den Werberelevanten. Jetzt sollen es dauerhaft mehr werden: "Wir glauben, dass wir mittelfristig 2,0% erreichen können", so Susanne Aigner-Drews, Geschäftsführerin Discovery Deutschland. Dafür gibt sie massiv Produktionsgelder frei - und spendiert DMAX ein frostiges neues Design.

Selbstbewusstsein ist bei DMAX ein Einstellungskriterium: Im Juli und August erreichte der Männersender bereits 1,8% Marktanteil bei den Werberelevanten. Jetzt sollen es dauerhaft mehr werden: "Wir glauben, dass wir mittelfristig 2,0% erreichen können", so Susanne Aigner-Drews, Geschäftsführerin Discovery Deutschland. Dafür gibt sie massiv Produktionsgelder frei - und spendiert DMAX ein frostiges neues Design.

"Wir stehen einfach an der ersten Stelle der dritten Sendergeneration", so Aigner-Drews. Die erstarkende Konkurrenz durch neue Free-TV-Mitstreiter wie ProSieben Maxx oder RTL Nitro fürchtet sie nur bedingt. "Wir haben sieben Jahre Vorsprung - die 1,8% Marktanteil kommen nicht von irgendwo her." 

Eine Milliarde Euro für neues Programm

In der nächsten Saison kommt frisches Eigenproduziertes wie die Reihe "Der Hobbyist - Deutschland hat Freizeit" auf den Tisch, bei der sich Tommy Scheel auf teutonischen Arschbomben-, Römerkämpfer- und Luftgitarren-Wettebewerben herumtreibt. Mit Samy Deluxe entsteht eine Dokuserie. Außerdem kündigt DMAX die eine deutsche "Survival"-Serie an, in der sich Abenteuerlustige durch Nationalparkwälder schlagen müssen. 

Bei der Versorgung mit neuen Programmen - darunter ein Wiedersehen mit dem Wildnis-Waldschrat Bear Grylls, die Baumhaus-Reihe "Treehouse Masters" oder ein Doku-Format, bei dem ausgerechnet "Grey's Anatomy"-Star Patrick Dempsey die Rennstrecke von Le Mans erkundet - kommt DMAX die Investitionsfreudigkeit der Gruppe zugute: Discovery gibt weltweit derzeit eine Milliarde Euro für neue TV-Formate aus.

"Wir sind sehr aggressiv im Markt unterwegs und kaufen alles, was gut ist - sehr zum Leidwesen unserer Mitbewerber", sagt DMAX-Programmdirektor Oliver Nowotny. Den Anteil der deutschen Eigenproduktionen möchte er 2014 verdoppeln.

Box-Erfolge wecken Hoffnungen auf höheren Sport-Anteil

Sehr wahrscheinlich, dass sich der Sender zudem im Sport-Bereich verstärkt: Zuletzt testete man erstmalig die Resonanz auf große Box-Kämpfe - so etwa beim Fight Floyd Mayweather vs. Saul Alvarez. Die Übertragungen brachten dem Sender bis 8% Marktanteil bei jüngeren Männern ein. "Boxen hat uns großen Spaß gemacht", sagt Oliver Nowotny. Weitere Rechte könnten durch die engen Bande zu Eurosport kommen, bei dem Discovery eingestiegen war: "Wir sind mit den Kollegen von Eurosport im engen Austausch", so die Senderchefin Aigner-Drews. 

Neues Senderdesign im "Frost Look"

Zusätzlich zum Programm-Reboot bekommt DMAX ab 28. Oktober ein neues Senderdesign, das vor allem von dem neuen "Frost Look" dominiert wird, in dem sich auch das Logo zeigt. Entwickelt wurde die neue Grafiksprache von der Londoner Agentur Devilfish - in Zusammenarbeit mit Kreativen bei Discovery in London und München. 

Zudem lässt Marketing-Direktor Peter Wunner eine Werbekampagne anrollen, bei der Vorzeigeformate wie "Top Gear" oder "Bear Grylls" im Zentrum stehen. "Es wird die größte Marketingkampagne seit Senderstart", so Wunner. Das Media-Volumen liegt offenbar im einstelligen Millionen-Euro-Bereich.

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