25 Redaktionsstellen sind betroffen: "Focus" siedelt Politik- & Kultur-Ressorts nach Berlin um

 

Der "Focus" siedelt seine Zentralressorts Politik und Kultur sowie Teile der Produktion vollständig nach Berlin um. Dafür werden 25 Redaktionsstellen von München in die Hauptstadt verlagert. Die Büros befinden sich ab Frühjahr 2014 in der neuen Berliner Niederlassung von Hubert Burda Media am Potsdamer Platz.

Der "Focus" siedelt seine Zentralressorts Politik und Kultur sowie Teile der Produktion vollständig nach Berlin um. Dafür werden 25 Redaktionsstellen von München in die Hauptstadt verlagert. Die Büros befinden sich ab Frühjahr 2014 in der neuen Berliner Niederlassung von Hubert Burda Media am Potsdamer Platz.

In München bleiben die Ressorts Wirtschaft, Report, Forschung & Technik/Medizin, Auto, Medien und Sport. Seit 2012 hatte "Focus" die Stellenanzahl im Hauptstadtbüro bereits von 15 auf ca. 30 verdoppelt.

Mit dem Umzug trage der Verlag der politischen und kulturellen Bedeutung Berlins Rechnung, erklärt Burda in einer Mitteilung. Gleichzeitig werde das Wirtschaftsressort in München als einem der wichtigsten deutschen Industriestandorte ausgebaut. Die Aufteilung der Ressorts orientiere sich an den jeweiligen regionalen Stärken. Die Chefredaktion nutzt künftig die Büros in beiden Städte.

"Wir investieren weiter in die Infrastruktur für inhaltliche Qualität"

"Berlin ist längst das politische und kulturelle Kraftzentrum Deutschlands", sagt Chefredakteur Jörg Quoos. "Es ist aus journalistischer Sicht konsequent, stärker Teil davon zu sein und nicht nur Beobachter aus der Ferne. Dabei vergessen wir nicht die große Bedeutung Süddeutschlands, besonders für Wirtschaft, Forschung und auch Sport." Und weiter sagt Quoos: "Guter Journalismus muss den Puls der Macht fühlen und im ständigen Dialog mit den Entscheidern sein. Mit einer stärkeren Präsenz in Berlin wird dies künftig leichter fallen."

Geschäftsführer Burkhard Graßmann ergänzt: "Das ist ein Zeichen des Aufbruchs. Die wachsende Rolle Berlins aus deutscher wie aus internationaler Perspektive ist unstrittig – daher haben wir den konsequenten Ausbau des Hauptstadtbüros seit 2012 vorangetrieben. Wir sind davon überzeugt, dass die Redaktion von der räumlichen Nähe zu den entscheidenden Akteuren profitieren wird."

"Wir benötigen nachhaltige Lösungen, um dem strukturellen Medienwandel mit überzeugendem Journalismus zu begegnen. Daher investieren wir weiter in die Infrastruktur für inhaltliche Qualität", so Graßmann weiter. "Es gibt nur zwei Optionen: Bestehendes verwalten oder in die Offensive gehen - wir haben uns für entschlossenes Angriffsspiel entschieden."

Ihre Kommentare
Kopf
Weitere Beiträge zu diesem Thema
Inhalt konnte nicht geladen werden.