Sinneswandel: Marianne Rosenberg gehört neuer "DSDS"-Jury an

06.10.2013
 

Zum ersten Mal ist eine Schlagersängerin festes Mitglied der Jury von "Deutschland sucht den Superstar". Wie RTL am Sonntag bestätigte, wird die "Hitparade"-Veteranin Marianne Rosenberg, 58, bei der 11. Staffel der Castingshow am Start sein. 

Zum ersten Mal ist eine Schlagersängerin festes Mitglied der Jury von "Deutschland sucht den Superstar". Wie RTL am Sonntag bestätigte, wird die"Hitparade"-Veteranin Marianne Rosenberg, 58, bei der 11. Staffel der Castingshow am Start sein. Jury-Chef Dieter Bohlen bekommt zudem Unterstützung von Mia-Sängerin Mieze Katz und Rapper Kay-One

Die "Bild am Sonntag" erinnert daran, dass sich  Rosenberg noch vor zwei Jahren wenig schmeichelhaft über Castingshows wie "DSDS" geäußert hatte: "Diese Sendungen sind Menschenverwertungsmaschinen." Und auch um die Zukunft der durchgefallenen Kandidaten machte sie sich Sorgen. Keiner schaue, was mit den Verlierern passiere, viele würden dem Alkohol verfallen, zitiert sie die "BamS". Nun habe sie ihre Meinung wohl geändert.

RTL-Unterhaltungschef Tom Sänger erklärte zur neuen Jury: "Junge Musiker treffen auf Musiker mit jahrzehntelanger Erfahrung, Pop trifft auf Rap und Schlager auf Elektropop. Diese Top-Mischung verspricht Kontroversen und ein breites Spektrum an Meinungen."

Die Neuerungen der 11. Staffel

Nazan Eckes moderiert die auch optisch runderneuerte "Deutschland sucht den Superstar"-Staffel ab Januar 2014. Das Motto "Kandidaten an die Macht."

Stärker als bisher will RTL zeigen, wie sich die Kandidaten auf ihrem Weg bei "DSDS" in die Auswahl ihrer Songs, in deren Interpretation, in die Wahl ihrer Outfits und in die Choreographie einbringen und dabei auch in Konflikt mit ihren Mitkonkurrenten und den Vocalcoaches, Choreographen, Stylisten etc. geraten. Bereits im Casting sollen die Kandidaten "die Macht" bekommen: Sie dürfen in dem Auftritts-Tunnel - einem neuen optischen und dramaturgischen Element der Castingshows - vor dem Jury-Raum eine wichtige Entscheidung treffen: Sie bestimmen vorab einen Juror ihrer Wahl, der
im Fall einer Pattsituation (2 mal JA, 2 mal NEIN) über ihr Weiterkommen entscheidet.

Auch der Zuschauer bekommt mehr Mitspracherecht: Aus einer Vorauswahl von Kandidaten des Jurycastings kann die Onlinecommunity schon während der Castingphase im Oktober entscheiden, ob ein Kandidat direkt ein Ticket für den Recall in der Karibik bekommt oder nicht.

Der Recall findet dieses Mal auf Kuba statt: In den Straßen Havannas, im Dschungel und am Strand singen die Kandidaten um den Einzug in die Live-Shows und werden dabei unter anderem auch von dem gebürtigen Kubaner, Modell und Choreograf Jorge Gonzalez unterstützt.

Ebenfalls neu in den Live-Challenge-Shows wird sein, dass nicht nur derjenige mit den wenigsten Zuschaueranrufen am Ende nach Hause geht, sondern von der Jury auch - unabhängig von den Anrufen - ein Tagessieger gekürt wird, auf den ein "besonderer Preis" wartet.

Weitere Neuerungen will RTL zum Sendestart bekanntgeben. Ob - wie von der "Bild" im Juli geschrieben - die "DSDS" Juroren wie bei der Konkurrenz von "The Voice of Germany" gegeneinander antreten - ist weiter unklar.

Zuletzt: Quotenschwächstes "DSDS"-Finale aller Zeiten

Im Mai ist die zehnte Staffel von "DSDS" mit nur 4,63 Mio Zuschauern zu Ende gegangen, es war das schwächste Finale aller Zeiten. Im Schnitt kamen alle Folgen der Castingshow nur auf knapp über vier Mio Zuschauer. Der Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen lag bei etwas mehr als 21%. Das ist zwar immer noch gut, aber eben auch deutlich weniger als in den Jahren zuvor.

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