Wenige Wochen vor Ablauf seines NDR-Vertrags: Frank Beckmann einigt sich mit Staatsanwaltschaft

13.10.2013
 

Der Fernsehdirektor des NDR, Frank Beckmann, muss wegen Vorwürfen angeblicher Untreue 30.000 Euro Geldbuße zahlen. Dies berichtet der "Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe. Danach werde das gegen ihn laufende Strafverfahren eingestellt. Darauf hat sich Beckmann mit der Staatsanwaltschaft Erfurt "nach offenbar zähen Verhandlungen geeinigt" -

Der Fernsehdirektor des NDRFrank Beckmann, muss wegen Vorwürfen angeblicher Untreue 30.000 Euro Geldbuße zahlen. Dies berichtet der "Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe. Danach werde das gegen ihn laufende Strafverfahren eingestellt. Darauf hat sich Beckmann mit der Staatsanwaltschaft Erfurt "nach offenbar zähen Verhandlungen geeinigt" - nur wenige Wochen vor Ablauf seines Vertrags als Fernsehdirektor am 31. Oktober.

Die Ermittler hatten mehrere Vorgänge aus Beckmanns Zeit als Programmgeschäftsführer des Kinderkanals Kika verfolgt. Beckmann kam offenbar zugute, dass der MDR einige mutmaßliche Tatbestände aus der Kika-Zeit erst sehr spät der Staatsanwaltschaft zur Kenntnis gebracht hatte. Dadurch waren sie verjährt und konnten nicht mehr verfolgt werden, heißt es im "Spiegel".

Marmor will Beckmann zur Wiederwahl vorschlagen

NDR-Fernsehdirektor Beckmann hat stets abgestritten, etwas von den Veruntreuungen beim Kika in Höhe von insgesamt über acht Millionen Euro gewusst zu haben. Mit dem strafrechtlichen Abschluss des Verfahrens in Erfurt ist Beckmann laut "Spiegel" aber nicht ganz entlastet. Der MDR könne noch zivilrechtlich gegen Beckmann vorgehen, spekuliere aber offenbar darauf, einen Teil der Geldbuße zu er halten. "Wenn die Staatsanwaltschaft zu dem Ergebnis kommt, dass dem Kika ein Schaden entstanden ist, dann hat sie die Möglichkeit, durch die Geldauflage einen Ausgleich zu schaffen", sagt ein MDR-Sprecher. NDR-Intendant Lutz Marmor will Beckmann laut einem Sprecher für eine Wiederwahl zum Fernsehdirektor vorschlagen.

Ihre Kommentare
Kopf
Kressköpfe dieses Artikels
  • Noch kein kresskopf?

    Logo
    Dann registrieren Sie sich kostenlos auf kress.
    Registrieren
Kress Pro Magazin
2019/#10

Lesen Sie im aktuellen kress pro, dem Magazin für Führungskräfte bei Medien: Relotius-Affäre und Print-Online-Fusion: Wie Steffen Klusmann sein erstes Jahr beim 'Spiegel' überlebte. Dazu: Die besten Medienmanager, Chefredakteure und Newcomer 2019 - und Klambt-Verleger Lars Rose sagt im Strategiegespräch, wo er zukaufen möchte.

Inhalt konnte nicht geladen werden.