Selbst "Leute heute" hatte mehr Zuschauer: ZDF-Autocheck fährt mit Vollgas vor die Wand

 

Mit dem Versuch, die ARD-Markenchecks zu kopieren, ist das ZDF am Dienstag auf die Nase gefallen. "BMW gegen Mercedes - Das Duell" interessierte nur 2,40 Mio Zuschauer, der Marktanteil betrug desaströse 7,6%. 

Mit dem Versuch, die ARD-Markenchecks zu kopieren, ist das ZDF am Dienstag auf die Nase gefallen. "BMW gegen Mercedes - Das Duell" interessierte nur 2,40 Mio Zuschauer, der Marktanteil betrug desaströse 7,6%. 

Sogar das Boulevardmagazin "Leute heute" hatte ab 17.50 Uhr mit 2,85 Mio Zuschauern eine höhere Reichweite als der ZDF-Markencheck. Und auch beim jungen Publikum, das die Macher mit dem Format ganz offensichtlich erreichen wollten, konnten BMW und Mercedes nicht überzeugen, mit 5,7% lag der Marktanteil jedenfalls unter dem Senderschnitt. Der schlechte Vorlauf schadete dann auch "Frontal 21", das von 2,56 Mio Menschen gesehen wurde und bei schwachen 8,3% hängen blieb. 

Im April hatte das ZDF noch gute Erfahrungen mit einer Test-Show gemacht: "Aldi gegen Lidl - Das Duell" kam damals auf 6,04 Mio Zuschauer und starke 16% Marktanteil bei den jungen Zuschauern (kress.de vom 3. April 2013).

Der ungefährdete Tagessieg ging an die ARD-Krankenhausserie "In aller Freundschaft". 6,23 Mio Zuschauer bescherten dem Ersten ab 21 Uhr starke 20,1% Marktanteil, "Familie Dr. Kleist" kam zuvor auf ebenfalls gute 5,81 Mio Zuschauer und 18,3%. Und auch bei den jungen Zuschauern zwischen 14 und 49 Jahren holten beide Serien mit 9,2% und 8,7% gute Werte. 

"GZSZ" schnappt sich Zielgruppen-Tagessieg

Den Tagessieg in der werberelevanten Zielgruppe sicherte sich unterdessen "Gute Zeiten Schlechte Zeiten" mit 2,01 Mio jungen Zuschauern und 20,2% Marktanteil. "CSI: Vegas" ergatterte sich mit 1,75 Mio Zuschauern und 15,2% Platz zwei. "Bones" hielt ab 20.15 Uhr das Niveau der Krimiserie und generierte 15,5% für RTL

"Two and a Half Men" ist für ProSieben weiterhin ein Dauerbrenner. Eine neue Folge unterhielt ab 20.15 Uhr 1,62 Mio Zuschauer unter 50 Jahren, das entsprach guten 14,3% Marktanteil. Die im Anschluss gezeigte Wiederholung sackte auf 12,5% ab, aber auch damit kann man in Unterföhring noch zufrieden sein. Nicht so mit den Zahlen von "2 Broke Girls": Zwei Folgen der Comedyserie lagen nur bei mauen 11% und 11,6% in der Zielgruppe. 

Bester Dienstag für RTL II seit über acht Jahren

Immerhin zweistellig präsentierte sich Sat.1 mit der Komödie "Männerherzen". 1,13 Mio Werberelevante entschieden sich für den Film mit Christian Ulmen, Nadja Uhl, Wotan Wilke Möhring und Florian David Fitz. Das entsprach einem Marktanteil von 10,2%. Damit lag Sat.1 noch vor RTL II, wo man mit den gezeigten Doku Soaps sehr zufrieden sein kann. "Zuhause im Glück" lockte zunächst 9,5% der Zielgruppen-Zuschauer vor die TV-Geräte, "Extrem Schön" holte danach noch bessere 10,8%. Ein "The Walkding Dead"-Marathon kam im Anschluss sogar auf bis zu 15,2% Marktanteil.

Das starke Abschneiden in der Primetime sowie die Vorabend-Erfolge "Berlin - Tag & Nacht" (12%) und "Köln 50667" (11,8%) bescherten RTL II einen Tagesmarktanteil von 9,3%, so gut lief es für den Sender an einem Dienstag seit März 2005 nicht mehr. 

kabel-eins-"Junior Chef" kommt nicht auf die Beine

Weiterhin nichts zu melden hat kabel eins mit seiner Doku-Soap "Junior Chef - Jetzt sind wir dran!". In Woche zwei reichte es nur noch zu schlechten 2,9% Marktanteil in der Zielgruppe, 0,33 Mio Zuschauer zwischen 14 und 49 Jahren schalteten ein. Schon in der vergangenen Woche lief es mit 3,4% richtig mies

Bei Vox zeigt sich ein geteiltes Bild: Während "Die tierischen 10" mit Jochen Schropp bei 6,9% Marktanteil in der Zielgruppe herumkrebsen, holte die Musikshow "100 Songs, die die Welt bewegten" tolle 8,7%. 0,81 Mio Menschen interessierten sich für die "schönsten Liebeslieder der Popgeschichte". Besonders gefragt war das Format übrigens bei den ganz jungen Zuschauern: In der Altersklasse der 12- bis 29-Jährigen holte die Sendung 10,6% Marktanteil.

Ihre Kommentare
Kopf

AKS

30.10.2013
!

Das wundert mich jetzt nicht so wirklich, dass das ZDF mit dem "Autocheck BMW vs. Mercedes" an die Wand fährt: Der durchschnittliche Neuwagenkäufer beider Luxusmarken ist DEUTLICH über 60 Jahre alt... Und hat wahrscheinlich was besseres zu tun, als sich einen "Markenvergleich" im Fernsehen anzusehen. (Sonst könnten sie sich diesen Luxus nämlich nicht leisten...) Und für die Masse der Jüngeren sind (teure) Autos schlicht uninteressant.


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