Limbourg strukturiert Deutsche Welle um: Gerda Meuer wird alleinige Programmdirektorin

 

Peter Limbourg krempelt die Ärmel hoch und strukturiert bei der Deutschen Welle (DW) um: Der Chef des Auslandssender vereint die Programmdirektionen Multimedia Regional und Multimedia International, ab dem 1. November leitet Gerda Meuer den zusammengelegten Bereich.

Peter Limbourg krempelt die Ärmel hoch und strukturiert bei der Deutschen Welle (DW) um: Der Chef des Auslandssender vereint die Programmdirektionen Multimedia Regional und Multimedia International, ab dem 1. November leitet Gerda Meuer den zusammengelegten Bereich.

Die 54-jährige Meuer kommt von der DW Akademie, ihren Platz dort nimmt Christian Gramsch nach einer Einarbeitungszeit ein. Gramsch war bislang Leiter des Bereichs Multimedia Regional. 

Christoph Lanz, der bis jetzt Programmdirektor Multimedia International war, verlässt die DW zum 31. Oktober. Man trenne sich allerdings "in gutem Einvernehmen", erklärt der Sender in einer Stellungnahme. Bereits vor einer Woche gab es Spekulationen um eine Neuausrichtung der DW-Programmdirektionen. Damals spekulierte der "Tagesspiegel", dass Gramsch und Lanz bereits freigestellt seien (kress.de vom 23. Oktober 2013). 

"Change Team" soll Wandel begleiten

Die DW müsse sich "mit Blick auf Medienkonvergenz und zunehmenden Anforderungen aus den weltweiten Märkten" im journalistischen Bereich "einheitlich aufstellen", sagt Intendant Peter Limbourg. "Ziel ist es, die journalistischen Angebote aus einem Guss zu produzieren, die Kreativität und Freiräume der Programmmacher zu stärken und das Zusammenwachsen der Standorte zu fördern." Um das zu schaffen, hat Limbourg ein sogenanntes "Change Team" gegründet, das den Wandel des Senders in den kommenden Monaten unterstützen soll. 

"Langjährige journalistische Erfahrungen"

Gerda Meuer habe bei der DW Akademie ihre Managementqualitäten "eindrucksvoll" unter Beweis gestellt und besitze "langjährige journalistische Erfahrungen", lobt Limbourg. Sie stehe nun vor der Aufgabe, den Integrationsprozess der Direktion zu gestalten und die journalistische Arbeit standort- und medienübergreifend neu zu organisieren. Christian Gramsch soll seine Erfahrungen als Multimediadirektor in seine neue Funktion als DW-Akademie-Chef mit einbringen und die Organisation "noch stärker auf die Anforderungen der Multimedialität ausrichten". 

Beim scheidenden Christoph Lanz bedankte sich Limbourg für seine "langjährige ausgezeichnete Arbeit". "Insbesondere mit der Einführung des Arabischen Programms 2002, der Programmstrukturreform 2012 und dem damit verbunden Start eines spanischen Kanals hat er wichtige Akzente gesetzt", so der DW-Intendant.

Limbourg erst seit Oktober DW-Intendant

Hintergrund: Die Handschrift von Peter Limbourg bei der DW wird erstaunlich schnell deutlich. Der ehemalige Informationschef der ProSiebenSat.1-Gruppe ist erst seit dem 1. Oktober Intendant des Auslandssender. Im März dieses Jahres wurde bekannt, dass Limbourg die Nachfolge von Erik Bettermann antreten wird. Limbourgs früheren Job bei den "Sat.1 Nachrichten" macht inzwischen der ehemalige "Tagesschau"-Sprecher Marc Bator (kress.de vom 19. April 2013). 

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