Neue Battle-Regeln bei "The Voice" kommen gut an: Kerners "Zeitreise" verliert Fans und enttäuscht erneut

 

Johannes B. Kerner hat es durch seine Senderwechsel geschafft, seine alte Fangemeinde nachhaltig zu verwirren. Beim ZDF ist er jedenfalls nicht wieder richtig angekommen. Seine zweite "Die große Zeitreise-Show" lief mit 3,49 Mio Gesamtzuschauern am Donnerstag noch schlechter als das Comeback im Oktober, landete unter Senderschnitt und verlor gegen den ARD-"Hubert und Staller"-Film.

Johannes B. Kerner hat es durch seine Senderwechsel geschafft, seine alte Fangemeinde nachhaltig zu verwirren. Beim ZDF ist er jedenfalls nicht wieder richtig angekommen. Seine zweite "Die große Zeitreise-Show" lief mit 3,49 Mio Gesamtzuschauern am Donnerstag noch schlechter als das Comeback im Oktober, landete unter Senderschnitt und verlor gegen den ARD-"Hubert und Staller"-Film.  

Zum Vergleich: Die erste Ausgabe der "Zeitreise"-Show wollten am 17. Oktober noch 3,55 Mio Zuschauer ab drei Jahren sehen - ein strahlender Erfolg war das schon damals nicht. Mit einem Gesamt-Marktanteil von 10,8% ist JBK ziemlich deutlich vom aktuellen ZDF-Jahresschnitt (12,8%) entfernt.

Verwunderlich: An einem schlechten Vorlauf kann es nicht gelegen haben. Mit 4,32 Mio Krimifans wurde die ZDF-Vorabendserie "Notruf Hafenkante" am Donnerstag Reichweitensieger. 

Kerner sendet fast komplett jugendfrei

Diesmal hatten 3,96 Mio Krimifans der 90-Minuten-Ausgabe von "Hubert und Staller - Die ins Gras beißen" den Vorzug gegeben. Vorteil dabei: Der kauzige ARD-Heimatkrimi lockte zur besten Sendezeit 1,06 Mio jüngere Zuschauer an. Der Marktanteil zwischen 14 und 49 Jahren lag so bei starken 8,6%. Kerners "Zeitreise" war dagegen mit einem Marktanteil von nur 3,5% in dieser Zielgruppe eine fast jugendfreie Veranstaltung.

"The Voice" legt zum Beginn der Battle-Phase zu

In der Werbezielgruppe setzte sich "The Voice" durch, obwohl am Donnerstag nach den üblicherweise zuschauerstärkeren Blind Auditions nun die Battle-Phase begann: Offensichtlich schreckten die modifizierten Regeln die Fans diesmal allerdings nicht ab - im Gegenteil. Mit 4,08 Mio Gesamtzuschauern erzielte die ProSieben-Show nicht nur eine deutlich stärkere Reichweite als eine Woche zuvor.

Die 2,77 Mio Werberelevanten machten die Musiksendung zum unangefochtenen Zielgruppen-Tagessieger - mit einem Marktanteil von 23,4%. Spannend ist die neue "Steal"-Regel, die zu einem rasanten Team-Wechsel führen kann: In einer Battle "gescheiterte" Kandidaten können von einem Team in ein anderes geholt werden.

RTL hält mit "Cobra 11" mit und scheitert mit "Dr. House"

Stärkster Verfolger bei den Jüngeren war der RTL-Dauerbrenner "Alarm für Cobra 11": Er erzielte mit 2,22 Mio werberelevanten Fans einen Marktanteil von 18,2%. Die Folge um 21:15 Uhr fuhr auf 15,6%. "Dr. House" passte danach nicht recht dazu und wurde mit 10,4% von vielen links liegen gelassen.

Sat.1 kann sich donnerstags bekanntlich auf "Criminal Minds" verlassen: Mit einem Schnitt von 9,1% blieben die ersten beiden Folgen jedoch hinter den Erwartungen zurück. Die dritte Episode brachte es auf 9,9%. 

Erwartbar gut schlug sich die x-te Vox-Wiederholung von "Der Herr der Ringe - Die zwei Türme" (10,1%), doch auch "Die Kochprofis" ließen für RTL II nicht allzu viel anbrennen (7,2%). "Frauentausch" musste sich diesmal jedoch mit nur 6,8% zufrieden geben.

Europa League spielt bei kabel eins im Abseits

Auf kabel eins floppte "Mr. T's verrückte Welt" zur besten Sendezeit erbärmlich (3,0%). Und auch die Europa-League-Begegung "Estoril Praia - SC Freiburg" war alles andere als ein Kracher (3,1% für die erste Halbzeit, 5,0% für die zweite).

Ihre Kommentare
Kopf

AKS

08.11.2013
!

Einige mögen es wissen, ich weiß es nicht: Wieso finden sich hier eigentlich keine Quoten von Arte? Bin sicher, dass die wirklich spannende, bei uns noch nie gezeigte Jane-Campion-Mini-Krimiserie "Top of the lake" auf Arte - speziell bei dem sonstigen Gähn-Programm gestern - doch viele interessierte Zuschauer gehabt haben dürfte?!


Rupert Sommer

Rupert Sommer

Pressebüro Sommer
freier Journalist / kress-Korrespondent München

08.11.2013
!

@AKS: Sie haben Recht, das war eine spannende Programm-Alternative. Die erste "Top of the Lake"-Folge erreichte 730.000 Zuschauer, danach waren es 650.000 bzw. 590.000. Der Marktanteil der Folgen lag über doppelt so hoch über dem üblichen Arte-Schnitt. Gut kam die Serie auch bei den Jüngeren an - mit einem 14-49-Marktanteil von zunächst 1,5%, dann 1,4% und 1,6%.


hge

10.11.2013
!

20,5 % MA, 4,08 Mio. Zuschauer 3+: Lieber Rpert Sommer, Sie vergessen nicht nur Arte, sondern auch die "SOKO Stuttgart". Zählen Super-Einschaltzahlen gar nichts, wenn sie um 18 Uhr erzielt werden?


X

Kommentar als bedenklich melden

 
×

Bestätigung

Dieser Kommentar wurde erfolgreich gepetzt.

×

Oooooooooops

Beim Petzen trat ein Fehler auf. Versuchen Sie es bitte noch einmal.

Weitere Beiträge zu diesem Thema
Inhalt konnte nicht geladen werden.