Umsatz soll 2013 um 11% steigen: Bauer investiert Millionen in Digitalmarketing-Firma

 

Wer in der Printbranche jammert, der kümmere sich zu wenig um sein Portfolio. Diese Ansicht vertritt zumindest Yvonne Bauer. Auf der Jahrespressekonferenz gab sie einen kleinen Einblick in die Bücher der Bauer Media Group: Demnach können die Hamburger voraussichtlich für 2013 2,36 Mrd Euro Umsatz einfahren. Das Digitalgeschäft trug mit 4% nur einen Mini- Anteil dazu bei. Hier plant Bauer vermehrt Akquisitionen. 

Wer in der Printbranche jammert, der kümmere sich zu wenig um sein Portfolio. Diese Ansicht vertritt zumindest Yvonne Bauer. Auf der Jahrespressekonferenz gaben die Verlegerin und die Konzerngeschäftsleitung einen kleinen Einblick in die Bücher: Demnach kann die Bauer Media Group vorraussichtlich für 2013 2,36 Mrd Euro Umsatz einfahren, das entspricht einem Wachstum von 11% gegenüber dem Vorjahr. Das Printgeschäft trug mit 80%  (Vertrieb: 1,3 Mrd Euro, Anzeigen: 518 Mio Euro) und Radio mit knapp 9% Anteil dazu bei. 

Für den deutschen Printmarkt vermeldete Jörg Hausendorf einen leichten Rückgang um 1,9%. Im Gegensatz zum Markttrend habe man beim Einzelverkauf zulegen können. Der deutsche Print-Umsatz wird nach den ersten Hochrechnungen bei 413 Mio Euro liegen. Insgesamt wurden 140 Mio Euro in Werbung investiert, 82 Mio davon allein in Publikumszeitschriften. Yvonne Bauer wurde dabei nicht müde zu betonen, dass Printwerbung in Sachen Reichweite und Preise TV längst schlage.

In Sachen Radio konnte Bauer den Marktanteil in Polen weiter ausbauen. Mit Bauer RMF betreibe man mit einem Marktanteil von 29% die größte Radiostation Polens, so Eckart Bollmann. In UK erweiterte man das Portfolio durch den Zukauf von Planet Rock, noch unter Vorbehalt der OFT (Office of fair Trade) wird auch Absolute Radio Network bald unter Bauer-Flagge sein.

Bauer will ohne E-Commerce wachsen

Zwar konnten die Hamburger ihren internationalen Umsatz im Digitalgeschäft etwas erhöhen, allerdings ist der Anteil mit 4% noch ausbaufähig. Zwar ist die Bauer Media Group mit ihren Zeitschriften auf Platz 1 im Apple Newsstand verortet, doch sollen vor allem künftig strategische Zukäufe auf das digitale Konto einzahlen. Derzeit sei man mit 20 Unternehmen im Gespräch, so Andreas Schoo. Konkreter wollte auch Yvonne Bauer nicht werden: Man habe weder eine Shopping-Liste noch eine Bankenschuld. Einem Einstieg ins E-Commerce-Geschäft erteilte der Manager eine Absage.

Der Anfang für Investitionen im Digitalgeschäft wurde mit der Akquisition von Sunrise System Poland sp.z o.o. bereits in diesem Jahr getätigt. Laut Schoo hat sich die Bauer Media Group das Digitalmarketing-Unternehmen mit dem Schwerpunkt auf SEO einen hohen zweistelligen Millionenbeitrag kosten lassen. Bauer sei nun zum der führende Anbieter für Search-Services im osteuropäischen Raum avanciert.

Dennoch will man in Sachen Digitalgeschäft nichts überstürzen. "Wir gehen unaufgeregt an die Sachen heran", sagte Schoo. Noch in diesem Jahr sollen die Bauer-Brands für Google Play aufbereitet werden, danach folgt Kindle. 2014 werde man mit mehr neuen Digital- als Print-Angeboten auf den Markt kommen, sagt Schoo. "Wir haben neue Ideen für Zeitschriften im Köcher", so Yvonne Bauer.

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