Deutsche "Wired" von Condé Nast: Alexander von Streit räumt Chefredakteurs-Posten

26.11.2013
 

Vier Mal hat die deutsche "Wired" seine Handschrift getragen. Künftig muss ein anderer ran. Chefredakteur Alexander von Streit wird nicht mehr für das Digitalkultur- und Wissensmagazin tätig sein.

Vier Mal hat die deutsche "Wired" seine Handschrift getragen. Künftig muss ein anderer ran. Chefredakteur Alexander von Streit wird nicht mehr für das Digitalkultur- und Wissensmagazin tätig sein. Dies teilte von Streit am Dienstagnachmittag via Twitter mit. Condé-Nast-Sprecherin Ines Thomas sagte zu kress: Man werde die Nachfolgeregelung in Kürze kommunizieren.

Von Streit hatte Thomas Knüwer Anfang vergangenen Jahres als Chefredakteur der deutschen "Wired" abgelöst. Knüwer gab fortan den Editor at large. Zwei Ausgaben erschienen 2012, zwei weitere in diesem Jahr.  Knüwer hatte von Streit als seinen Nachfolger selbst vorgeschlagen. Schon bei der Erstausgabe hätte er ihn gerne an Bord gehabt.

Alexander von Streit ist Herausgeber von "Vocer" und Mitbegründer des Vereins für Medien- und Journalismuskritik. Bis September 2011 leitete er das Digital-Ressort bei "Focus Online". Zuvor war er unter anderem Chefredakteur des Medienmagazins "Cover" und schrieb für überregionale Medien über Medien, Technik und Gesellschaft. Er ist Mitherausgeber des Buches "Digitale Mediapolis. Die neue Öffentlichkeit im Internet". Was von Streit nach "Wired" machen wird - noch unklar.

Laut Condé Nast verkaufte sich das erste "Wired"-Heft 110.000 Mal, die zugehörige App soll über 14.000 Mal heruntergeladen worden sein. Der Käuferkreis ist laut Marktforschung zu 88 Prozent männlich, hoch gebildet (86 Prozent Abitur) und größtenteils berufstätig. Zu 86 Prozent gefiel ihm das erste Magazin "gut" oder "sehr gut".

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