Xing-Magazin "Spielraum" im kress-Check: Bittte lächeln für die schöne neue Arbeitswelt

 

Zu seinem 10. Geburtstag hat sich das Netzwerk Xing mit "Spielraum" ein eigenes Magazin geschenkt. Burda macht man nun eine Freude, wenn man es für 4,20 Euro am Kiosk kauft. Als Gegenwert bekommt man einen frischen Guten-Laune-Hauch um die Ohren geblasen - und einige tatsächlich motivierende Anregungen, zwischen Raucherecke, Büromittellager und dem gefürchteten Meeting-Raum nicht mehr so einen Flunsch zu ziehen.

Zu seinem 10. Geburtstag hat sich das Netzwerk Xing mit "Spielraum" ein eigenes Magazin geschenkt. Burda macht man nun eine Freude, wenn man es für 4,20 Euro am Kiosk kauft. Als Gegenwert bekommt man einen frischen Guten-Laune-Hauch um die Ohren geblasen - und einige tatsächlich motivierende Anregungen, zwischen Raucherecke, Büromittellager und dem gefürchteten Meeting-Raum nicht mehr so einen Flunsch zu ziehen.

Glück finden statt Glück haben

"Es geht nicht mehr darum, Glück zu haben, sondern Glück zu finden. Cool ist was Sinn macht", liest man im "Spielraum"-Interview mit dem Psychologieprofessor Peter Kruse. Der sieht mit seinem Zauselbart ziemlich vorweihnachtlich aus, steht aber offenbar mit beiden Beinen im WWW. Doch auch vom Management-Professor Adam Grant kann man etwas lernen. Er rät: "Wer mehr gibt, als er nimmt, wird langfristig gewinnen."

Und Netzwerker Philipp Gloeckler, der mit dem Onlineshop Avocado Store bereits seit zweites Unternehmen aufgebaut hat, verrät ohne Ironie-Anflug: "Das Beste im Leben sind doch Begegnungen mit Menschen." Da hat er recht, liebe Xing-Junkies.

Wie man im Büro seine Mitarbeiter um den Finger wickelt, deutet Mirko Kaminski von der Hamburger Agentur Achtung! an. Er spendiert statt Gehaltserhöhungen oder Boni seinen 120 Festangestellten eine private Zusatzversicherung zur gesetzlichen Krankenversicherung.

Motivationshilfe aus dem Glückskeks

Mit Positiv-Parolen, die sich auch gut im Glückskeks verpacken ließen, macht das von BurdaCreative entwickelte, ansprechende Heft seinen Lesern ein wenig Mut. Gegen das allgegenwärtige Büro-Grau setzt "Spielart" eine abwechslungsreiche Optik, fröhliche Farben, große Fotos, intelligente Illustrationen. Damit man nicht allzu selig wegdämmert, halten den Leser zackige Typographie-Sprünge wach - und Spaltenwechsel, die dem Auge Super-Mario-Sprünge abverlangen. Straff fühlt sich der, der auch seinen Blick trainiert. 

Durch und durch von Burdas DLD-Geist durchtränkt

Man ahnt bereits, "Spielraum" ist ein durchaus tolles Heft mit gut geschriebenen Reportagen, vielen Fallbeispielen aus der zeitgemäßen Arbeitswelt und einigen wirklich netten Ideen - etwa einer Portraitreihe mit den Müttern erfolgreicher Internet-Profis von heute. Es ist ein Titel, der gut ins bis in alle Poren vom DLD-Geist geprägte Burda-Magazinwelt passt, in der man teilt, aufeinander Rücksicht nimmt und die inneren Stärken ernst nimmt.

Manchmal ist viel Gutes allerdings auch zuviel des Guten. Wer ernsthaft an seiner Work-Life-Balance arbeiten möchte, sollte der "Spielraum"-Lektüre nicht das gesamte Wochenende widmen.

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